21.9: Eungella

Der Kontrast könnte kaum grösser sein. Vom Touristenort Airlie Beach gehts nun in den Regenwald beim Broken River, Eungella. Bushcamping ist angesagt. Inmitten der herrlichen Pflanzenwelt campieren wir ganz allein in einer Waldlichtung. Ein wenig Luxus wissen wir zu schätzen: es hat einen Wasserhahn und ein auffallend sauberes WC-Häuschen. Um 17.30 beginnt die Dämmerung. Im Fluss tummeln sich Schnabeltiere (Platipus), Schildkröten und allerlei Fische. Baumschlangen fliehen vor uns, sie sind sehr scheu und ungefährlich. Eine Stunde später ist es stockfinster im dichten Wald. Wunderschön breitet sich der südliche Sternenhimmel über uns aus. Wir machen ein Feuer. Zeit für’s Abendessen. Kängurus, Warane, die buntesten Vögel, und was sonst noch so kriecht und fliegt, sind unsere Zaungäste. Zugegeben, ein bisschen unheimlich ist es schon. Aber einmalig schön, ein unvergessliches Erlebnis! Wir schlafen herrlich und werden am nächsten Morgen vom Gesang der Vögel geweckt. Ein neuer Tag bricht an.

Highways

Was uns als Autobahn – verwöhnte Schweizer auffällt, ist die Entdeckung, dass alle bisher bereisten Highways nur 2spurig waren. Der Verkehr ist zwar weniger dicht. Und über Land kann es schon sein, dass uns über längere Strecken kein anderes Fahrzeug begegnet. Trotzdem ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Lange Lastenzüge zu überholen, benötigt eine rechte Strecke, zumal der Fuß aufs Gaspedal unser liebes Jucy Büssli nur langsam zu rasanterer Gangart bewegen kann. Überfahrene Kängurus gehören zum gewohnten Strassenbild. So sind wir froh, dass wir bis jetzt all unsere Ziele sicher auch und ohne Zwischenfall erreichten. (Bilder von Strassen und toten Kängurus ersparen wir an dieser Stelle unseren geschätzten Freunden 😉)

19.9: Airlie Beach

Am 28. März 2017 verwüstete der Zyklon Debbie weite Teile der Ostküste Australiens. Besonders betroffen war die Gegend um das Touristen Paradies Airlie Beach mit den Whitsunday Island. Wir sind tief beeindruckt von den überall sichtbaren, enormen Schäden, welche dieser Sturm angerichtet hat. Das Gute dabei ist: was gut gebaut war, hat der massiven Naturgewalt stand gehalten. Und dass man aus der Erfahrung lernen kann, wie man besser und stabiler baut, ist für die ganz Lernfähigen ein weiterer Vorteil. Neue Ideen, neue Konzepte und neue Gewächse können gedeihen. Da lässt sich einiges auf unser Leben übertragen. Stürme sind nicht zu vermeiden. Ja manchmal verursachen wir sie sogar selber. Und unsere spontanen Reaktionen mitten im Sturm fallen oft, sagen wir mal, suboptimal aus. Wir werden schuldig an andern und müssen gelegentlich auch einiges einstecken. Ist der Orkan vorüber, stellen wir erstaunt fest, dass wir selber und die, die uns lieb sind, alle noch leben. Ja, das Fundament in unserem Gott hat gehalten. Und ja, zu lernen gibt es da einiges. Wir bleiben dran, damit Neues wachen kann 😊

Magnetic Island

15.-16.9.: Mit der Fähre erreichen wir nach kurzer Überfahrt die sonnige Insel Magnetic Island. Wir holen unser Cabrio ab und fahren los an die erste Bucht. Herrlicher Sandstrand. Fast keine Leute. Einfach purer Genuss. Das Island Leisure Resort lädt zum Geniessen ein. Ein toller Pool mit BBQ. Was willst du mehr. Am zweiten Tag suchen wir eine andere Bucht und geniessen das herrliche Baden am Strand. 

Atherton Tableland

12.9.: Heute wollen wir uns in der Umgebung umsehen. Das 1911 gebaute Hotel Malanda ist einfach süss. Die Zeit scheint hier still zu stehen. Fotos aus den vergangenen Zeiten sind mega interessant. Am Lake Eacham gehen wir zuFuss um den Krater. Sehr eindrücklich ist dieser Regenwald. Auch den Lake Barrone besuchen wir und geniessen einen feinen Zmittag. Etwas zum Schmunzeln: Es ist absolut egal, wann du morgens aufstehst, den Zmorge kannst du den ganzen Tag bestellen 😂.

Eben besuchten wir noch einen Weiher, in dem man den ganzen Tag den Platybus (Schnabeltier) beobachten kann. Wir genossen eine Privatführung, die sehr interessant war. Schon ist es wieder Abend. Um 18.30 ist es bereits dunkel.