Rhein, Weser, Elbe und das Wattenmeer

Diese drei bedeutenden Flüsse Europas und die Nordsee mit dem Wattenmeer bilden den Raum für unsere diesjährige Ferienreise. Doch alles schön der Reihe nach.

Wir starten am 5. Juni über Stuttgart Heilbronn nach Oberwaldhaus bei Darmstadt. Aus Rücksicht auf unser Alter fahren wir bloss ca. 400 km, bis wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit suchen. Hier im Oberwaldhaus gefällt es uns sehr. Eine einfache, gediegene Unterkunft mit Spaziermöglichkeiten ans Wasser hilft uns, auszuruhen und wieder fit für den nächsten Tag zu werden.

Am anderen Tag gehts weiter nach Düsseldorf an den Rhein. Wir wollen unbedingt Judah von der Schule abholen, weil er heute Geburtstag hat. Also los gehts: Wir entscheiden uns, dem Rhein nach weiter zu fahren und uns die Loreley anzuschauen. Danach geht weiter über das Moseltal in die Gegend von Köln mitten ins Pfingstchaos auf der Autobahn.

Welch ein Wiedersehn mit Heidi, Urs und den Kids! Begeistert heissen sie uns willkommen. Natürlich geniessen wir diese Zeit mit Ihnen. Abstecher in die Kirche von Düsseldorf, den Zoo in Duisburg und die verschiedenen Spielplätze in Kaiserswerth sind auf unserem Program.

Schon bald gehts weiter. Das Wetter ist regnerisch während der ganzen Reise. Nach dem Rhein zieht es uns nun an die Weser. Imsum, nördlich von Bremerhaven ist unser nächstes Ziel. Ein kleiner Ort direkt am Deich der Wesermündung und sehr nahe am grossen Hafen von Bremerhaven. Container an Container stehen da. Hunderte Autos, neu und gebraucht, warten darauf in den Schiffsrumpf geladen zu werden. Für uns Landratten ist es sehr spannend zu beobachten, wie die riesigen Container sehr rasch auf die Schiffe geladen oder entladen werden. Alles machen die Präzisionskrane mit unglaublichem Tempo.

Das Wetter spielt in unseren Ferien enorm gut mit. Zum Teil ist es über 25°C warm und sehr sonnig. Also los zum Wattlaufen in Cuxhaven. Was für ein liebliches Städtchen mit dieser langen Strandpromenade hinter dem Deich. Wow, die Wassertemperatur in den kleinen Tümpeln auf dem Watt ist angenehm hoch und auch das Wasser, welches mit der Flut wieder ans Land fliesst, ist warm. Wattenmeer ist Erholung pur. Keine Hektik, kein Stress, sehr angenehm und wohltuend.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist ein gutes Fischrestaurant. Direkt am Fischerhafen gibt es ein paar davon. Zum Beispiel die Kleine Fischkiste, wo ich (Ernst) den Backfisch geniesse.

Ein weiteres Highlight ist angesagt: Wir fahren mit der Eisenbahn von Cuxhaven nach Hamburg. Am Bahnhof angekommen, bringen wir unsere Koffer rasch ins Hotel und stürzen uns danach ohne grosse Pläne direkt ins Gewühl. Die Alster ist zwar schön und gut, Aber weil wir zuviel wollen, sitzen wir bald erschöpft auf einer Treppe, bis uns ein freundlicher Mann rät, wie und wohin wir weitergehen können.

Okay, dann gehts weiter zum Hafen, wo wir müde in ein Touristenboot sinken und uns die riesige Hafenanlage zeigen lassen. Eindrucksvolle Szenerie: Containerfrachter, Kreuzfahrtschiff, die Speicherstadt und natürlich die einzigartige Elbphilharmonie. Sie hat eine ähnliche Bauzeit hinter sich wie damals das Opera House in Sydney: Der budgetierte Herstellungspreis vervielfachte sich bis am Schluss aufs X-fache. Aber trotzdem würden sowohl die Hamburger, wie auch die Sydneysider ihren Prunkbau nicht mehr hergeben und sind sehr stolz darüber.

Am Samstag sind wir mit dem Hopp-On-Hopp-Off-Bus unterwegs. Das Wetter spielt nach wie vor super mit. Wir sehen nochmals die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und bekommen einen Überblick über das, was wir noch besuchen wollen. Ein besonderer Höhepunkt ist die Hafenparty von MSC, der grössten Rederei mit 200’000 Mitarbeitern. Heute wird das Containerschiff MSC Germany getauft, das ist ein riesen Ereignis.

Nun bleibt uns noch der Sonntag. Um halb Zehn machen wir uns auf zur Elbphilharmonie. Zwei grossartige Stücke erwarten uns: Johann Sebastian Bachs Kantate für Sopran und Trompete: „Jauchzet Gott in allen Landen“ und Ludwig van Beethovens zweite Symphonie. Der grosse Star dieses Konzertes ist Herbert Blomstedt, der im Juli 2025 seinen 98. Geburtstag (hoffentlich noch) feiern kann. Er ist einer, der Jesus liebt und eine unwahrscheinliche Karriere erlebt hat. Trotz seines Alters und seiner körperlichen Gebrechen, führt er dieses klassische Ensemble zu einer eindrücklichen und bewegenden Aufführung. Der grosse Saal ist erfüllt von Lobpreis Gottes. Welch tiefes, berührendes Erlebnis! Dies ist für uns Höhepunkt und Abschluss unserer Hamburgreise. Sehr dankbar reisen wir nach dem Mittagessen wieder zurück nach Cuxhaven und Imsum. Erfüllt mit reichen Eindrücken und Dankbarkeit.

Am nächsten Tag gibts Entspanung im Moor-Bad in Bad Bederkesa, nicht weit von unserem Ferienort entfernt. Solebad, Sauna und viele bequeme Liegen an der Sonne, genau das Richtige für uns.

Anderntags starten wir früh an die Nordsee nach Bensersiel. Dort wartet Eliane Zbinden auf uns. Sie ist eine gute Freundin aus unserer CGV-Zeit. Mit ihr fahren wir auf die Insel Langeoog. Knapp eine Stunde dauert die Fahrt mit der Fähre zur Insel und dann geht es mit der Inselbahn ins Zentrum und zum Strand. Wir geniessen das Zusammensein mit Eliane an der warmen und sonnigen Küste. Eliane hatten wir früher in Marseille am Mittelmeer besucht, diesmal hier an der Nordsee. Es ist spannend, mit ihr auszutauschen über all die Jahre, die wir uns schon kennen und erlebt haben, wie Jesus uns auf allen Wegen geführt und geleitet hat. Eliane lebt heute als pensionierte Frau in der Kommunität „Zugvögel“ in Westerbur, Dornum. Seit ein paar Monaten ist sie aktiv im Leitungsteam mitverantwortlich. Uns freut es sehr, Elian zu sehen, wie sie aktiv in dieser Gemeinschaft steht.

Unseren letzten Tag hier an der Nordsee verbringen wir in der zweiten Hansestadt Bremen. Unsere Autofahrt beginnt eigentlich super blöd: Nach kurzer Strecke werden wir schon zum zweiten Mal am gleichen Ort geblitzt. Autsch. Morgen auf unserer Heimreise müssen wir schon wieder hier durchfahren. – Ich glaube, ich werde Martha bitten, diese Strecke zu fahren. Sie macht das sicher besser. 🤪

Also, in Bremen angekommen, suchen wir einen Parkplatz mitten im Centrum. (Ja in Bremen schreiben sie das mit einem C). Wir geniessen den Spaziergang in der Altstadt und haben uns zuvor die 10 Sehenswürdigkeiten von Bremen notieren lassen. Diese wunderschöne Stadt zeigt sich bei strahlendem Wetter und angenehmer Temperatur von ihrer besten Seite. Verwinkelte Gässchen, ein imposanter Dom, faszinierende Fassaden und natürlich die Bremer Stadtmusikanten gewinnen unsere Herzen im Nu.

Was für Ernst nicht fehlen darf, ist ein leckeres Fischbrötchen, von Fisch Jan. Hmm so fein.

Die Bremer Stadtmusikanten

So geht eine wunderschöne Reise zu Ende, und wir nehmen beim Sonnenuntergang am Deich Abschied von der Nordsee.

Der letzte Sonnenuntergang auf dem Deich

Unsere Reise nach Kolar Gold Fields: 5. bis 13. Februar 2025

Am 5. Februar starteten wir unsere Reise nach Bangalore, nach einem Zwischenstopp in Dubai. Dort wurden wir frühmorgens von Gladys, John Knox (Sohn von Pastor Frank und Sister Gladys) und einem Fahrer abgeholt. Die zweieinhalb stündige Fahrt nimmt uns rasch wieder voll hinein in die indische Kultur. Kühe, Schafe und Ziegen lümmeln auf der Autostrasse herum. In den Dörfern und Städten muss der Fahrer scharf abbremsen, weil die Bumps auf der Strasse horrend sind. Aber auch auf einer Autobahn kann plötzlich ein solches Hindernis auftauchen. – Nun, wir kommen gut in KGF an und freuen uns über die bekannten Gesichter, welche wir nun schon seit 20 Jahren besuchen.

Santosch ist wohl etwas über dreissig. Er ist einer der ersten, der mir begegnet. sofort fängt er an: „Du hast mir bei deinem letzten Besuch prophezeit, dass ich heiraten werde und Kinder bekomme!“ – Also, ich bin verheiratet und habe einen Sohn (dreieinhalb jährig). – Was für eine freudige Begrüssung.


Die Bethel Mission Church hat das Gebet im Herz ihrer Anliegen. Vom 1. bis 21. Februar veranstalten sie jeden Morgen ein Frühgebet von 5 bis 7 Uhr, gefolgt von einem reichhaltigen Frühstück für die etwa 500 Teilnehmer. Deshalb sind wir ja gekommen! Wir freuen uns auf dieses Zusammensein und die vielen Leute jeden Morgen zu sehen. So ein Gebetstreffen fängt an am Vortag mit dem Einkauf für das Frühstück. Etwa um Mitternacht beginnt das Kochteam in grossen Pfannen (etwa 1,20m Durchmesseer) den Reis zu kochen. Dann gibt es dazu ein Curry meist vegetarisch aber ab und zu auch mit Chicken.

Das Gebetstreffen ist einzigartig. Da wird gebetet für Familien, Kranke, Jugendliche, Kinder, Pastoren und ihre Familien, die Stadt und ganz Indien. Wie das passiert, kannst du in diesem Video sehen.


Ich hatte die Ehre und das Privileg, während dieser besonderen Tagen jeden Morgen zu predigen. Dies war eine grosse Herausforderung in mancherlei Hinsicht. Ich fragte den Heiligen Geist für ein Bibelwort und bekam Johannes Kapitel 6. Ich vertiefte mich in diese Verse bis ich gefüllt mit diesem Reichtum war. Dann stieg ich jeweils zur Kanzel und war getrost, dass ich das richtige Wort zur richtigen Zeit erhalten würde. – Es fühlte sich an, wie das „Wandeln auf Wasser“. Jeden Morgen konnte ich meinen Mund öffnen und erlebte, wie der HERR ihn füllte mit Autorität und Kraft. – Jeden Morgen gab es auf die Message Antworten von Menschen, welche betroffen waren und ermutigt und gestärkt wurden.

Was mir wiederum enorm bewusst wurde war die Tatsache der Geldvermehrung: Eintausend Schweizer Franken sind in Indien zurzeit 100’000 Indische Rupien. Natürlich sind die Preise in Indien für Nahrungsmittel etc auch gestiegen. Aber unsere Schweizer Währung hält dem enorm entgegen. In der Indischen Währung vervielfacht sich der Betrag, den wir nach KGF senden können. Und das hat mich sehr eermutigt und bestärkt, weiter zu machen, solange wir von unseren Sponsoren Geld bekommen.

Die Gemeinde in KGF hat enorm starke Herausforderungen durch zu stehen, die wir uns hier gar nicht vorstellen können. Sie kämpfen seit Jahren gegen sieben Gerichtsverfahren, welche gegen sie angestrengt werden. Diese Verfahren kosten einen Haufen Geld und werden immer wieder verschleppt. So sind einzelne bereits seit 20 Jahren hängig und können nicht beigelgt werden. Um was geht es? Es sind Verfahren gegen Land, welches sie geschenkt erhielten. Ein anderes geht um das Land auf dem die Kirche und das Wohnhaus stehen und einige andere Verfahren. Es ist für die Gemeinde und für Pastor Frank eine riesige Last.

Leider ist in der Zeit in der wir dort waren ein 20 jähriger Sohn eines Pastors verstorben. Er hatte vor zwei Monaten einen Motorradunfall. Die ganze Zeit war er im Koma bis er eben in dieser Woche verstarb. – Das Schlimme daran: Der Junge wollte von Jesus nichts wissen und wollte sein Leben in eigener Regie leben. Leider musste er auf diese tragische Weise sterben und die Eltern wurden dadurch enorm betrübt. – Was ein solcher Todesfall in Indien für Pastor Frank und Gladys bedeutet, bekamen wir hautnah mit: Nach einem sehr gefüllten Tag mit vielen Besuchen, mussten die zwei zur Trauerfamilie gehen und alles für die Beerdigung, welche am nächsten Tag stattfinden würde, besprechen. Um 1 Uhr nachts kamen sie nach hause und um 4 Uhr mussten sie für das Frühgebet wieder aufstehen und den Worship leiten. Die Beerdigung war also am nächsten Tag auf 14 Uhr angesagt. Wegen diversen Verspätungen fand sie dann um 17 Uhr statt und dauerte etwa zwei Stunden oder länger.

Eine besondere Freude bereiten uns immer auch die drei Kinderheime, die wir besuchen. Sehr erfreut hat uns, dass es in zwei Heimen gelungen ist, die Nachfolge der Heimeltern zu regeln. John Knox und seine Frau Priscilla leiten das Heim bei der Kirche in KGF. – In Bangarpet hat die Tochter des Pastors mit ihrem Mann die Leitung der Eltern übernommen, weil ihre Mutter Krebskrank wurde. – Es hat mich sehr ermutigt, dass in diesen Heimen eine Nachfolgeregelung gefunden werden konnte, welche sehr gut aussieht. – Irgendwann wird es sicher auch beim dritten Heim eine Nachfolge brauchen.

In den Heimen werden Kinder aufgenommen, welche aus irgendwelchen Gründen nicht bei ihren Eltern wohnen können. Es kommt vor, dass Säuglinge ausgesetzt werden, welche dann hier ein sehr gutes Heim finden. Hier bekommen sie Kleider, Nahrung und Schulbildung in einer christlichen Privatschule. Dies wird von der Gemeinde finanziert. Dazu folgendes: Wir haben echt gestaunt über das Opfer, welches am Sonntag zusammengetragen wurde. Es ist für uns das erste Mal, dass wir beobachteten, dass die Kirche wirklich eine beträchtliche Kollekte zusammenlegte. Die junge Generation hat Ausbildung und Arbeit und kann so in Zukunft die Kirche in Indien auch finanziell tragen.

Pastorentreffen in KGF. Etwa zwanzig Pastoren z.T. mit Ehefrau reisten an. Wir verbrachten eine kurze Zeit über Mittag mit ihnen und freuten uns sehr etwas zu hören von ihrem Ergehen. Die meisten sind sehr mutig und fröhlich. Aber einige tragen harte Lasten. Da sind mancherlei Krankheiten von Pastoren und Ehefrauen und gerade im letzten Jahr sind einige auch verstorben und hinterlassen eine grosse Lücke.
Zwei Pastoren, haben in ihren Familie einen behinderten erwachsenen Sohn. Michael war auch an diesem Treffen dabei. Er kann nicht gehen und wird deshalb in der Indischen Gesellschaft weitgehends ausgegrenzt. Er hat sein Studium als Lehrer mit Bestnoten abgeschlossen, aber er kann in Indien keine Stelle bekommen. Dieses Schicksal ist sehr hart.

Mit sehr vielen unterschiedlichen Gefühlen geht es nun wieder zurück nach hause.

Da unser Flug am Donnerstag, 13. Februar frühmorgens stattfindet, reisen wir in KGF schon am Mittwoch ab und kehren noch in meinem Lieblingsrestaurant „Tandoor“ in Bangalore ein. Alsdann gehts ins Hotel in Flughafennähe, von wo wir uns dann frühmorgens aufmachen und wieder zurück in die Schweiz fliegen.

Goodbye im TANDOOR

Vier unvergessliche Tage auf dem Stoos

Bevor wir in das neue Jahr eintreten, laden wir unsere vier Grosskinder ein zur Pizza-Pyjama-Sylvester-Party. Wir bestellen Pizzas, lassen eine Tischbombe fliegen und gehen nach draussen um ein paar Vulkane zu zünden. Danach heisst es „Ab ins Bett!“ und wir versuchen etwas zu schlafen, was uns wegen der Knallerei nicht so gut gelingt. Aber es war sehr cool mit den Kinder Sylvester zu erleben und die Eltern für die Nacht an der „Jesus First Conference“ frei zu setzen.

Am andern Tag gehts ab in die Berge!

Inmitten der majestätischen Berge der Innerschweiz erleben wir vier fantastische Tage auf dem Stoos. Die Anreise wählen wir über den Rapperswilerdamm, den Sattel nach Morschach. Von dort nehmen wir die Kabinenbahn hoch auf den Stoos am Fusse des Fronalpstocks.

Wunderschöner Wintertag

Mit dabei sind meine liebe Frau Martha sowie Heidi und Urs, die stolzen Eltern von Ruby, Elliott und Juda. Gemeinsam haben wir uns auf ein Abenteuer begeben, das uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Abenteuer im Schnee

Das Highlight unserer Ferien ist zweifellos die Zeit, die wir im Schnee verbringen. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir die verschneiten Hänge des Fronalpstocks mit unseren Schlitten unsicher gemacht. Die Kinder hatten riesigen Spaß und auch wir Erwachsenen konnten die Freude in vollen Zügen genießen.

Blick auf die Family und die beiden Mythen

Entspannung im Pool

Nach all dem Trubel im Schnee war der beheizte Pool der perfekte Ort, um zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Das warme Wasser und die wunderbare Aussicht auf die verschneiten Gipfel haben diese Momente zu etwas ganz Besonderem gemacht. Zwischendurch war Wellness angesagt. Verschiedene Saunen und der Whirlpool vor dem Hotel war für uns alle einzigartig. Der grösste Spass für die Kids war es, Eisbrocken einzusammeln und in den warmen Pool zu schmeissen.

Nach dem Schneefall mussten wir unbedingt einen Schneemann bauen. Natürlich spendete uns die Küche die Rüeblinase. 😀

Unser Schneemann!

Die gemeinsame Zeit mit unserer Familie war von unschätzbarem Wert. Wir haben zusammen gelacht, gespielt und wunderbare Gespräche geführt. Diese Reise hat unsere Bindungen gestärkt und uns allen unvergessliche Erinnerungen beschert.

Stoos by Night

Winternacht ist magic!

Wir sind dankbar für diese magischen Tage auf dem Stoos und freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Abenteuer. 

Bis bald, ihr schneebedeckten Berge und blauer Himmel!

(KI unterstützt)

Eine Zeit kommt zu ihrem Ende


Es war vor etwa 2 Jahren, als Urs von seiner Firma das Angebot erhielt, eine Stelle in Sydney anzutreten. Plötzlich ging alles sehr schnell. Nach einer kurzen Zeit des Prüfens entschieden sich Urs und Heidi, den Sprung nach Down Under zu wagen. Wir wurden angefragt, sie als Familie zu begleiten, dies in einem Dreimonats – Rhythmus. Der Schritt schien uns damals riesig, aber es blieb uns nicht viel Zeit zum Überlegen. Mit dem Einverständnis unserer Kinder und mit dem Frieden im Herzen liessen wir uns auf das Abenteuer ein. Nicht zu vergessen die Mahnung von Silja an Urs, gut darauf zu achten, dass die Eltern in Australien nicht sterben.
Nun, Urs hat uns bekräftigt, dass ihm dieses ernste Wort unter die Haut ging. Und wir leben noch immer.

„Unser Sydney Home“

Genau so plötzlich und unerwartet wie damals kam jetzt die Berufung zurück nach Europa. Die junge Familie wird ab August nach Düsseldorf ziehen. Wieder heisst es, Zelte abbrechen, sämtliches Möbel und Haushaltgerät zu verkaufen, Schulen abzumelden, Zeugnisse einzuholen, Haus und Schulen in Düsseldorf suchen und anmelden… eine riesige Liste von Anforderungen. Heidi ist ständig dran, täglich kommen Leute, die etwas abholen. Wie gut, wir haben alle noch unser Bett, mindestens einen Stuhl und einen grossen gemeinsamen Tisch!
Mitte Juni werden wir alle miteinander in die Schweiz fliegen. Der einmonatige Heimaturlaub wird wie geplant stattfinden. Danach heisst es für die junge Familie, nochmals zurück nach Australien, um innert 2 Wochen die Zelte definitiv abzubrechen.

Rugby: Roosters vs Cowboys


Wir beide schauen auf nicht ganz 2 Jahre eines unerwarteten und abenteuerlichen Lebensabschnitts zurück. Wir sind unseren Kindern, sowohl denen in Sydney wie jenen in der Schweiz überaus dankbar, dass sie uns in dieses Abenteuer gelockt, resp. dazu freigesetzt haben! Wie sich das enge Zusammenleben mit Urs, Heidi, den 3 kleinen Kindern und dem Au-pair Girl gestalten würde, davon hatten wir zu Beginn wenig Ahnung, dafür ziemlichen Respekt. Siebenmal um die halbe Welt fliegen innerhalb eineinhalb Jahren.
Sieben Jetlags… Gott sei gelobt für unsere gute Gesundheit!
Jetzt können wir im Rückblick dankbar feststellen, dass es eine überaus gute Zeit war. Alles war darin verpackt: gemeinsam relaxte Stunden verbringen und in Schwierigkeiten durchhalten, flexibel bleiben, eigene Schwächen besser
erkennen und Stärken investieren. Gemeinsame Abenteuer und Neues entdecken. Geben und nehmen, miteinander lachen, Probleme bewältigen und dabei merken, wie unwichtig diese sind im Vergleich zu dem Segen, den wir täglich empfangen konnten. So bleibt uns am Ende dieser Zeit ein grosses Dankeschön an Urs und Heidi, zuletzt aber an unseren wunderbaren himmlischen Vater.


Unser Anliegen war immer, nach all unseren Kräften zu unterstützen, wobei nicht zu übersehen ist, dass eben diese Kräfte mit dem Älterwerden laufend abnehmen. Ruby, Elliott und Judah standen stets im Mittelpunkt unseres Interessens. Aus nächster Nähe konnten wir ihr Gedeihen und die ständigen Fortschritte miterleben. Ihre Erfolge und Herausforderungen in Schule, Kindergarten und Kita. Wie wird wohl der Wechsel nach Deutschland für sie sein?

Louisa, das derzeitige Au-Pair Girl, ist für uns alle zu einem lieben Familienmitglied geworden. Auch für sie geht diese Zeit zu Ende.

Einige Reisehöhepunkte konnten wir in dieser Zeit erleben: Familienferien in Port Douglas, Reisen nach Brisbane zu Marthas Bruder und Schwägerin, nach Jervis Bay und an die Central Coast bis Terrigal Beach. Kürzlich noch als krönenden Abschluss die Reise nach Darwin und Katherine zu unserer Nichte Sarah.

SS Ayrfield


Mehr als die Grossstadt haben uns die unendlichen Weiten des Ozeans sowie das dünn besiedelte Landesinnere Australiens fasziniert. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt brachte uns immer wieder neu zum Staunen. Besonders schön sind die Rainbow Lorrikeet Papageien vor unserem Haus. Sie lassen sich sehr zutraulich füttern.

So viele Erinnerungen nehmen wir mit in die Schweiz. Wir freuen uns auf den neuen Lebensabschnitt, auf Gottes Pläne mit uns – und ganz fest auf unsere Lieben zuhause.

Im hohen Norden

Wir machen uns auf zu einem Besuch ins Northern Territory nach Katherine, wo unsere Nichte Sarah lebt und arbeitet.

„Dr. Sarah“, wie sie hier genannt wird, ist eine Ärztin, welche mit Leidenschaft für die Notleidenden im Spital Katherine arbeitet. Ihr Engagement hört mit dem Feierabend nicht auf. Sie liebt es, gerade den First Nation People ärztliche Hilfe zu bieten. Sie weiss sich von Gott berufen an diesen Arbeitsplatz in einem abgelegenen Winkel unserer Erde. Die tägliche Konfrontation mit Gewalt und Vergewaltigungen macht ihr Mühe, kann sie jedoch nicht daran hindern, gute ärztliche Arbeit jeden Tag zu verrichten.

Zunächst gehts los auf den Flughafen Sydney und von dort nach Darwin, die Stadt im Norden von Australien. Unser Flug startet um 20 Uhr, also werden wir nachts um 1 Uhr am nächsten Morgen ankommen. Bei der Ankunft empfangen wir das Mietauto und los gehts ins Hotel Palms City direkt am Meer. Nach ein paar Stunden Schlaf machen wir uns auf nach Süden etwa 300 km nach Katherine. Welch ein Wechsel des Klimas. Hier geht das Quecksilber rasch auf über 30°C, und ein wunderbar blauer Himmel wölbt sich über uns.

Nach etwa 4 Stunden erreichen wir das Städtchen Katherine und unsere strahlende Nichte Sarah. Hier können wir für die nächsten Tage Quartier beziehen in ihrem Haus, umgeben von vielen schattenspendenden Palmen.

Bald ziehen wir ein erstes Mal los zum Sonnenuntergang in die Katherine Gorge.

Am nächsten Tag führt uns Sarah zu den Hot Springs von Katherine

In einem kleinen Tal fliesst ein kleines, glasklares Bächlein, welches aus einer Quelle entspringt gemächlich raus. Es lädt ein zum Geniessen und Planschen. Plötzlich erscheinen etwa 8 Aboriginies Teenager. Jetzt kommt Leben in diese Ruhe. Sie sprinngen vom Rand ins Wasser, wirbeln Dreck auf und nehmen das Idyll in Beschlag. Nun ja, schliesslich sind sie die Besitzer und wir bloss die Gäste. Es fällt auf, dass ein Junge eine elektronische Fussfessel trägt. Was mag er wohl für eine Geschichte schon erlebt haben?

Nach einem feinen Zmittag gehts los zur Katherine Outback Experience. Diese Show von Tom Curtain geniesst hohes Ansehen und ist lehhreich und unterhaltsam zugleich. Tom zeigt mit seinem Team, wie er junge Pferde trainiert, dass sie auf der Weide die riesigen Kuh-, Ziegen- und Schafherden bewachen können. Dazu sammelt er Hunde, die von Besitzern nicht mehr gewollt sind und trainiert diese zu Herdenhunden, welche Preise von bis zu 50’000 $ erzielen.

Dazu ist Tom ein hochdekorierter Countrystar in Australien. Hier seine Songs.

Und weiter gehts zum nächsten Höhepunkt: Wir fahren etwas mehr als eine Stunde nach Mataranka zu den Bitter Springs. Hier sprudelt eine 34°C warme Quelle 30,5 millionen Liter Wasser in einen kleinen Bach zum Schwimmen. Diese wundervolle Gelegenheit geniessen wir in vollen Zügen.

Und weiter geht die Reise! Welche Überraschung: Hannes und Susi sind mit dem eigenen Flugzeug aus Yatala (nähe Brisbane) hier eingetroffen. Sie waren gerade vier Tage unterwegs! Etwas mehr als 3000km Flug. Ernst tauscht mit Susi den Platz im Cockpit und fliegt mit Hannes zurück nach Katherine. Was für ein zusätzliches Abenteuer!

Die Jabirou wartet geduldig auf ihren nächsten Flug.

Die Heilsarmee in Katherine

Sarah besucht die Heilsarmee Katherine. Wir sind echt berührt von dieser kleinen Segenstruppe Gottes. Das Heilsarmee Corps besteht aus weniger als zwanzig Mitgliedern. Aber sie tun eine Menge Arbeit während der ganzen Woche. Jeden Tag bieten sie den Aboriginees verschiedene Dienste an. Lunch gibt es jeden Tag für etwa 100 Leute. Duschen, Waschmaschinen und Trockner und andere praktische Alltagshilfen werden ihnen angeboten. Wir können über dieses enorme Volounteer Engagement nur staunen. Etwa 20-30 First Nation People besuchen den Gottesdienst und anschliessend gibt es ein feines Abendessen.

Die Offizierin im First Nation Outfit

Leider geht’s schon bald wieder zurück nach Darwin, das wir gerne noch etwas erkunden möchten. Uns interessieren die Innenstadt mit den Shops und dann möchten wir gerne hier einen Sonnenuntergang erleben. Wir reservieren uns eine guten Platz im Foreshore Café in Nightcliff, wo wir beim schönsten Sonnenuntergang genüsslich dinnieren.

Vor unserem Abflug aus Darwin haben wir noch etwas Zeit für einen Abstecher ins Hafenviertel, welches in der Nähe unseres Hotels liegt.

Hier lesen und sehen wir spannende Informationen aus der bewegten Geschichte Darwins: 1942: Der Überfall Japans im 2. Weltkrieg. Und die Zyklon Katastrophe an Weihnachten 1974.

Dann gehts wieder los nach Sydney und wir sagen Darwin „Good bye“!