Grimmialp – ein Paradies

Endlich sind sie da: Unsere Berner Oberland Tage. Wir freuen uns auf diese einzigartige Woche und haben so einiges geplant. Wir starten in der hintersten Ecke im Diemtigtal. Wir waren beide noch nie dort und steuern auf die Grimmialp zu. Interessant: in den Jahren 1907-09 war Dr. Albert Schweitzer während seinen Studienjahren in diesem Haus drei Mal in den Sommerferien. Weiter werden auch Besuche von Graf Leo Tolstoi 1909 vermeldet, weil ein lustiger Zeitgenosse sich unter seinem Namen im Gästebuch verewigte. Aber dies sind, wie Donald Trump vermelden würde, „Fakenews“ 🤣.

Die Szenerie hier ist einzigartig und wir geniessen den „Slowtourismus“ enorm.

Am anderen Morgen machen wir uns wieder auf den Weg und ziehen weiter nach Interlaken und dann weiter nach Niederried.

Syrakusa und die Altstadt ORTIGIA

Wir sitzen beim Abschluss unserer Reise im Olivia Natural Bistrot in Syrakusa bei einem wundervollen Aperitiv. Wir blicken zurück auf all die Erlebnisse in diesem einzigartigen Teil Italiens.

In unserer Bibel entdecken wir, dass Paulus auf seiner Reise nach Rom hier in Syrakusa drei Tage verbrachte. Apostelgeschichte 28,12. Wir sind mega gespannt, ob wir hier irgendwo auf seine Spuren stossen werden. Tatsächlich: in der Krypta der Chiesa San Giovanni sehen wir Steinplatten von denen berichtet wird, dass Paulus darauf gestanden sei, bei seinem dreitägigen Besuch hier in Syrakusa. Übrigens unter dieser Kirche hat es Katakomben mit etwa 10’000 Gräbern!

Am meisten geniessen wir die abendlichen Spaziergänge durch Ortigia. Natürlich ist diese Altstadtinsel völlig auf Touristen ausgelegt. Aber das mediterrane, italienische Flair packt uns total. Die Nachtessen mit typisch sizilianischen Gerichten und dem Wein aus der Gegend sind umwerfend.

Der Duomo di Syracusa ist in einen Athenatempel hineingebaut. Man sieht innen und aussen die eindrücklichen Säulen des antiken Tempels.

Unweit von unserem B&B ist der Parco Archeologico mit dem griechischen Theater und dem römischen Amphitheater.

Unsere Badetipps: Capo Santa Croce, Augusta. Zwischen Catania und Syrakusa. (Felsiger Strand mit sehr klarem Wasser, Badeschuhe nicht vergessen)

Arenella: Südlich von Syrakusa, kleine sandige Badestrände. Sehr romantisch. Etwas weiter südlich sind auch Badestrände mit Bars, Liegestühlen und Sonnenschirmen für alle, die es etwas bequemer mögen.

Nun ist es leider Zeit, dem einmaligen Sicilia arrivederci zu sagen. Unseren kleinen Panda bringen wir absolut krazerfrei der Mietfirma zurück und checken uns für unseren Rückflug ein. Dabei geniessen wir den Service „Speedy Boarding“ von EasyJet enorm😎.

Agrigento – Das Tal der Tempel

Wir sind im Süden Siziliens angekommen und wohnen in einem kleinen B&B gleich am Meer. Also, das ‚gleich‘ ist etwas übertrieben: vor dem Haus ist eine vielnefahrene Strasse und gegenüber eine Strandbeiz mit DJ. Es läuft also etwas vor unserem Schlafzimmer. Aber c’est la vie! Wir geniessen unsere Ferien in San Leone.

Kulinarisch: Doctor Fish hier am Ort ist ein sensationelles Restaurant, das wir gestern besuchten. Heute Abend waren wir im Mirasole: prope voll! Also nicht wir, sondern das Restaurant. Meine Spaghetti Vongole waren grossartig!

Von unserer Wirtin, welche selber im Tal der Tempel arbeitet, bekamen wir den Tip, erst nach fünf Uhr diese Ausgrabungsstätte, welche zu den Welt Unesco Schätzen gehört, zu besuchen. Martha meint, das war der Touritipp des Jahrhunderts. Sehr wenige Besucher und angenehme Temperaturen mit einem kühlen Lüftchen. Wir besteigen beim unteren Eingang der Anlage ein Taxi, welches uns zum oberen Eingang bringt. Von dort beginnen wir unseren stündigen Spaziergang, leicht bergab wieder zu unserem Auto.

Hier stehen also Überresten einer Stadt mit ihren Tempeln aus dem 6. bis 4. Jahrhundert vor Christus. Griechen, Karthager und Römer wechselten hier als Herrscher einander ab. Ein faszinierender Ort und immer wieder das wohltuende Blau des Mittelmeeres im Hintergrund. Wir geniessen es, auf den breiten Wegen, wie auch über die Trümmerlandschaft zu spazieren. Vom nahegelegenen Agrigent erklingt mehrmals das typischen Glockengeläut des Südens.

Palermo – Hauptstadt Siziliens

Heute machen wir uns auf nach Palermo. Weil die Bahnstation Casteldaccia gerade um die Ecke ist, wollen wir den Zug nehmen. Beim Tabacchi holen wir uns die Retourtickets und dann sind wir bereit für die 25minütige Fahrt. Aber ohalätz: der Fahrplan unserer Wirtin stimmt überhaupt nicht mit den Fahrzeiten der Italienischen Staatsbahnen überein. Henu, wir haben Ferien und warten nochmals eine halbe Stunde auf unsere Küstenfahrt ins Herz von Palermo. Endlich steigen wir aus bei Palermo Centrale und gehen zu Fuss die Via Roma hoch. Dann zweigen wir ab zu den beiden Kirchen beim Rathaus: San Cataldo und La Martorana. Wir fragen uns schon beim Blick auf den Stadtplan, weshalb Palermo wohl so viele Kathedralen, Kirchen und Basiliken hat. Alle paar Meter könnte man ein Kirchengebäude bestaunen.

La Martorana beeindruckt uns mit den einzigartig feinen und ausdrucksstarken Mosaiken. Die Gesichter sind so eindrücklich dargestellt. Wir finden dies super. Weiter bei der Universität vorbei zur Kreuzung der Via Maqueda und der Via Vittorio Emanuele: Richtig, hier am Platz Quatro Canti hat ein Architekt mal richtig gezaubert. Zugegeben, ich bin ein Symmetriefreak! Was ich hier sehe, übertrifft bei weitem meine Erwartungen. Ein Kreisrunder Platz an dem sich zwei Strassen rechteckig treffen. An jeder Hausfassade ein Brunnen, je drei Statuen übereinander.

Weiter gehts zu der Cattedrale, welche eine einzigartige Anlage mit den vier Türmen und der Kuppel darstellt. Besonders berührt hat uns der Pater (seinen Namen habe ich vergessen), welcher für die Armen Palermos und dieser Region kämpfte und schliesslich 1992 von der Mafia ermordet wurde. Ein starkes Zeugnis zeigt sein Leben. Er war überzeugt, dass es für die jungen, verwahrlosten Sizilianer eine Alternative zum Mafiosiberuf gibt. Doch da waren die „Paten“ anderer Meinung und brachten ihn um, nachdem sie ihn gefoltert hatten.

Zur Erholung geniessen wir eine einstündige Tour durch die Strassen Palermos und sind danach wieder fit für den Weg zur Station Palermo Centrale. Dieser führt uns durch den alten Markt Mercato Balarò. Typisch ist, dass die Händler mit Schreien und Singen ihre Ware anbieten und versuchen einander zu übertönen.

Schon wartet unser Zug auf uns, der uns in einwr knappen halben Stunde zurück nach Casteldaccia bringt.

P.S. Übrigens: nein, die Mumien in den Kapuziner-Katakomben haben wir uns nicht angeschaut. Es hat dort genügend Zuschauer.

Taormina

Ja, die Menschen der antiken Kulturen wussten, wo man bauen musste um die einzigartige Aussicht, die Fruchtbarkeit der Böden und den Spektakel des Ätnas geniessen zu können. An der Ostküste Siziliens mit Ausblick auf Kalabrien und die Strasse von Messina kleben die Häuser an den Felsen von Taormina. Die einzigartige Aussicht auf die lieblichen Hänge des etwas schneebedeckten aktiven Vulkans sind schlicht atemberaubend. Unten die malerischen Buchten des Jonischen Meeres mit den Gärten von Giardina Naxos. Einfach ein traumhafter Tag! Im Juni gibt es bei der Gondelbahn sogar noch Parkplätze und der sanfte und mühelose Aufstieg mit den Gondeln ist schon alleine eine Augenweide.

Das antike Theater wurde seit jeher sorgsam umgebaut, gepflegt und auch nach Erdbeben wieder aufgebaut. Mal als klassisches Theater, dann aber auch als Amphitheater genutzt, bot es in seinen besten Zeiten wohl gegen 10’000 Menschen Platz. Heutzutage reisen bis zu 4’000 Besucher für Opern und Konzerte an. Man stelle sich dies bloss mal vor: Die Aida wird gespielt und im Hintergrund bläst der Ätna gerade eine seiner feurigen Eruptionen in die Luft. Spektakulärer geht es kaum.

Natürlich dürfen bei uns auch die sizilianisch kulinarischen Kostbarkeiten nicht zu kurz kommen und wir geniessen die kleinen Boutiquen und die Souvenirshops. Es braucht ja nicht unbedingt ein Valentino, Guggi, Prada oder Dolce & Gabana zu sein.