Grosskinderzeit…

Ruby, voll im Element

Es ist ein einzigartiges Vergnügen, Grosskinder aufwachsen zu erleben. Am Eindrücklichsten erleben wir das gerade hier in den Ferien mit Ruby. Heute sucht sie sich Pfützen aus, um sich darin auszutoben. Voller Vergnügen stampft sie darin herum und freut sich über jeden Spritzer. Aber dann bemerkt sie schockiert, dass Schuhe, Socken und Hosen nicht nur nass, sondern dreckig geworden sind. Nein, so steigt eine Lady ganz sicher nicht in die Gondelbahn. Zuerst muss alles gründlich gereinigt werden. Martha hilft ihr mit Mineralwasser und Hygienetüchlein alles wieder sauber zu machen. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung. Alles tiptop und los gehts mit dem nächsten Gondeli wieder runter ins Tal.

Weiter gehts zu einem schönen Picknick- uns Spielplatz. Ruby will alles ausprobieren. Das Bächli mit dem kalten Wasser oder den schweren Holztöff. Nichts lässt Ruby aus. Und dann gibts als Desser einige glanzvolle Grimassen mit Elliotts Chäpli auf dem Kopf.

Auf nach Zermatt…

Für heute planen wir wegen des wunderschönen Wetters unseren Ausflug nach Zermatt. Also los gehts am Morgen in zwei Autos mit sechs Erwachsenen und zwei Kiddys. Wir fahren durch Staus auf den kurvigen Strassen nach Täsch. Von dort mit der Bahn hoch nach Zermatt. Das Dorf Zermatt bedeutet für Martha und mich History. Die Erstbesteigung des dominierenden Matterhorns und seine sagenumwitterten Geheimnisse lesen wir dort vor der Kirche den Mitreisenden vor. Es war so spannend!

Während dem unsere Jungen mit der Gornergratbahn hochfahren, hüten Martha und ich Ruby und geniessen miteinander ein Eis. Dann entscheiden wir uns kurzfristig hochzufahren auf den „Sunnegga“, wo sich uns ein schöner Spielplatz mit eindrücklichem Blick auf Gletscher, das Matterhorn und weitere 4000er eröffnet.

Nach einem einzigartigen „Miracoli“ Znacht geniessen wir unseren eigenen Pool. 😁🥳🤡 Dazu der Blick auf den Kometen „Neowise“. 🌠

Jaccuzi… every Night 🤣
Komet Neowise. Bild: Heinz Janzen

Drei Generationen treffen sich in La Tzoumaz…

La Tzoumaz / Wallis

Sommerferien mit zwei unserer Kinder mit Schwiegertöchter und Kinder. Ein super tolles Familiencamp fängt an. Gemeinsam fahren wir mit Urs und Heidi und den Enkelkindern in zwei Autos ins Wallis. Leider war dieser Samstagnachmittag der wohl meist befahrene Tag dieses Jahres. Es ist schliesslich Ende Corona und alle wollen diese Sommerferien nun gemäss Ueli Maurer’s Empfehlungen in der Schweiz verbringen. In Rothrist sagt unser Navi: „Autobahn verlassen und auf der alten A1 durch die Dörfer bis nach Kirchberg fahren!“ – Ich meine, wenn der Ueli diese Schweizerferien Coronabedingt schon verordnet, dann könnte er ja an diesem Samstag etwas tun, dass wir auch gut dort ankommen. Ein riesiges Puff auf den Autobahnen. Kolonnenverkehr bis nach Bern, dann geht es schnell und wir sind im Wallis. Gefühlte hundert Kurven müssen wir jetzt hoch in dieses sonnige Dorf am Südhang. Wunderschön gelegen können wir in das gemütliche 5☆ Chalet einziehen und die Beine hochlagern.

Weil das Wetter am Sonntag so prächtig ist, starten wir gleich die erste Tour mit dem Bähnli auf den nächsten Berg und geniessen dies enorm. Hoch über Verbier mit Blich auf 4Tausender geniessen wir diese prächtige Aussicht.

Die fitteren unter uns 😉 machen sich auf um den Pierre Avoi zu erklingen. Leider müssen wir dieses Unternehmen dann abkürzen, weil es heute wirklich zu viele „Bergsteiger“ zu diesem Ziel hat. Aber trotzdem machten wir ein lässiges Türli und alle bekamen genug Sonne ab.

Ferien in Italien: 7. bis 30. Juni 2020: Und jetzt ab nach Lucca…

Wir sind eindeutig auf unserem Weg nachhause. Das Zelt lassen wir jetzt verpackt im Auto und gönnen uns eine wunderschöne BnB in Lucca. Eigener Pool, umgeben von Olivenbäumen, Feigen, Weinreben und Zitronen. Einzigartige Landschaft und klasse Gastgeber.

Agritourismo Ai Lincchi

OM-Geschichte vor fast 50 Jahren wieder entdecken…

Martha war vor bald 50 Jahren als junge Frau hier in dieser Gegend mit OM (Operation Mobilisation) zu zwei Einsätzen. Sie besuchten damals die kleinen Ortschaften, welche im Sergio-Tal und auf den Hügeln ringsherum liegen. Martha wusste noch genau, dass sie damals mit etwa dreissig Leuten bei eine Tankstelle eingangs eines Dorfes campierten. Aber wo war dies denn? Wir fuhren bergauf bis Castiglione di Garfagana und dann weiter ins Tal bis zum Lago di Vagli.

Aber eines wurde Martha rasch klar: Hier war es nicht. Keine Erinnerungen. Kein Aha-Erlebnis. Nichts. 🤔 Doch bei unserer Rückfahrt auf der Brücke in Borgo a Mozzano wird alles klar: „Fahr jetzt nochmal durch diesen Ort. –  Hier steht eine Tankstelle. Sie ist relativ neu, doch der Ort stimmt. Hier war es!“- Welche Freude und Überraschung. Wir fanden den Ort an dem Martha wichtige Erlebnisse mit Jesus in jungen Jahren machte

Tankstelle, wo Martha und das OM-Team campierten
Ponte della Maddalena

Lucca

Abends geniessen wir die wunderschöne Stadt Lucca. Flanieren, Apérölen, Shoppen, Fötelen und Dinnieren gehört einfach dazu. Im Dom von Lucca soll ein Kreuz stehen, welches Nikodemus (Johannes 3) geschnitzt habe. Dann gibt es neben den einzigartigen Pallazzi noch eine Besonderheit: Über dem ehemaligen römischen Amphitheater wurde einer der schönsten Plätze der Toskana gestaltet. Die Idee des Architekten ist faszinierend einfach:

  • Nutze das vorhandene Baumaterial.
  • Lass die Aussenmauern soweit wie möglich stehen.
  • Baue am Rand die Häuser und nutze den Platz als „Gartenbeiz“ und Begegnungsort.

Lucca, so schön…

Unsere nächste Station: Orvieto…

ORVIETO ist eine richtige WAU-STADT in Umbrien. Es ist eine Stadt auf einem Felsen, die leuchtet in die Umgebung raus und strahlt seit mehr als tausend Jahre in das Umfeld. Was für ein Bollwerk in der Höhe. Deshalb kamen Händler, Fürsten, Päpste in diese Stadt. Martha und ich fanden eine wunderschöne Unterkunft und geniessen diese zwei Tage in vollen Zügen.

Unser BnB in Orvieto

Gerne nehme ich dich ein wenig mit in diese einzigartige Stadt. Eines musst du wissen, es geht Bergauf und -ab. Die Stadt ist ein einziges Fitnesstraining und gibt immer wieder neue überraschende Blicke frei. Komm mit in diese verträumten Gassen.

Der Brunnen von St. Patrick: Wer eine Stadt auf einem Berg baut, der braucht einen tiefen Brunnen. Stell dir mal vor, wie soll man mit einem einzigen Brunnen eine ganze Stadt mit Trinkwasser versorgen? Wenn man tief und breit genug bohrt, kann man es folgendermassen machen: man baut eine Wendeltreppe, auf welcher Esel runter laufen können bis auf den Grund. Dann giesst man die Wassersäcke voll und treibt die Esel auf einer zweiten Wendeltreppe mit etwa 250 Tritten wieder hoch, so dass sie sich nie begegnen. Dies die offizielle Erklärung. Ich habe aber eine etwas andere Erklärung gefunden: Die damaligen Erbauer dachten, es könnte ja einmal eine Coronapandemie die Besucher dieses Brunnen so ansteckend machen, dass es besser wäre, sie würden sich im runter- und raufgehen nie begegnen. So entstand dieser Brunnen.

La PORCHETTA: Über Mittag einen geeigneten Lunchplatz zu finden ist manchmal gar nicht so einfach. Heute wars ein riesen Hit. Bei einem Metzger, der Porchetta herstellt, liessen wir uns einen Fleisch- und Käseteller herrichten. Porchetta sieht aus wie eine überdimensionierte Wurst mit einzigartiger Würze. Alle möglichen Wurstwaren und geräuchter Schinken lagen auf unserem Teller. Dazu tolle Brote.

Nach einer langen Siesta gehen wir noch auf einen Abendspaziergang und geniessen den kühlenden Wind in den Gassen und auf den lauschigen Plätzen. Es wird Zeit Abschied zu nehmen von dieser Stadt.