Sizilien – Dolce far niente…

Nach der Hochzeit unserer Nichte am Samstag, sind wir Sonntagmorgen früh um 5 Uhr gestartet in Basel, um den Flug nach Catania zu erreichen. 😆

Nach zwei Stunden Flug ging es gleich weiter mit dem Mietauto Richtung Norden nach St, Teresa di Riva. Gleich gegenüber sehen wir die Küste von Kalabrien. Ein wundervoller Abend in einem Beachrestaurant bringt unseren ersten Abend hier zum Ende.

Am zweiten Tag wollen wir den Vulkan Ätna soweit wie möglich besteigen. Also los in unseren Fiat Panda Richtung Catania und dann hoch in den unendlich scheinenden Kehren nach Nicolosi Nord auf 1910 müM. Entlang der Strasse sehen wir die Lavamassen, welche 2001 von einem Seitenvulkan bis fast nach Nicolosi hinunter donnerten. Es ist unser erstes Vulkanerlebnis und wir sind sehr beeindruckt von diesem. Oben sehen wir die Rauchfahne des Ätnas. Er ist der aktivste Vulkan der Erde. Jederzeit kann er wieder losschiessen und zur gewaltigen Gefahr für diese Insel werden. Die letzten Eruptionen waren 2015! Also vor kurzer Zeit.

Wir enstscheiden uns für den Seilbahntrip und wollen dann den Krater von 2001: Monte Escrivá, zu Fuss ersteigen, in dem sich noch heute kleine Rauchwölkchen zeigen. Dieser Trip ist für uns goldrichtig. Wir kraxeln den Schuttkegel hoch: zwei Schritte hoch und rutschen einen zurück. Wir können bloss sagen: Eindrücklich ist dieser Ausflug zu diesem Naturereignis.

Auf dem Weg nach Düsseldorf…

Seit gestern sind wir unterwegs nach Düsseldorf. Weshalb? Wir erwarten in diesen Tagen unser drittes Enkelkind und wollen Urs, Heidi und eben unser neues Grosskind in Kaiserswerth besuchen. Oh, wie war dies spannend in den letzten Tagen. Immer wieder hörten wir, dass die Zeit der Geburt näher rückt und heute morgen um 9 Uhr war es soweit: Ruby Love, unser drittes Enkelkind erblickte munter und zufrieden das Licht der Welt. Und dies tatsächlich am 4. Geburtstag unseres ältesten Enkels Sean Alexander!

Wir fuhren in der Zwischenzeit von Schwerzenbach nach Maikammer in der Pfalz. Was für ein putziges Dorf an der Weinstrasse. Danach fuhren wir weiter nach Speyer, wo wir den 1000 jährigen Dom besuchten mit der grössten romanischen Krypta und den Kaisergräbern. Selbstverständlich beehrten wir auchKaiser Rudolf von Habsburg, welcher die Habsburger Kaiserdynastie begründete. Übrigens, er starb im Juli 1291. Ob dieser Tod einen Einfluss darauf hatte, dass sich die Eidgenossen kurz danach, anfangs August, auf dem Rütli zur Gründung der Eidgenossenschaft trafen?

Danach fuhren wir weiter nach Heidelberg, wo wir jetzt im Hotel übernachten. Schade ist die Bise so stark, es macht wirklich keinen Spass, die Stadt zu erkunden. Einfach zu kalt und zu nass. 😭.

Morgen fahren wir weiter nach Düsseldorf. Wir freuen uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise.

Weihnachten vor der Tür…

Na, und was geschieht jetzt?
Seit drei Wochen etwa sind wir zurück in der Schweiz und geniessen wieder unsere Wohnung, die Familie und Freunde. Natürlich steht auch bei uns Weihnachten vor der Tür und wir freuen uns auf den Besuch unserer Kinder und Grosskinder.

Letzten Montag hielt ich eine Abdankungsfeier von einem ehemaligen Gemeindeglied in Würenlos. Die ganze Vorbereitung und Durchführung fühlte sich so anders an, als früher. Damals als Pastor war eine Beerdigung eine grosse Herausforderung, weil diese eine zusätzliche Belastung war. Das ganze Gemeindeprogramm mit Gottesdiensten, Sitzungen, Gesprächen etc. war voll da und zusätzlich mussten noch Gespräche mit den Angehörigen, dem Bestattungsamt, involvierten Musikern geführt werden. Jetzt ist das anders. Ich kann mich voll auf diese Beerdigung konzentrieren. Ich habe Zeit. Nehme den Zug nach Würenlos und bin absolut nicht mehr im Stress. Das hat so gut getan.

Unsere vergangene Reise ist uns immer noch sehr present. Wir haben Kontakt mit Menschen, die wir getroffen haben. Und ich versuche, all die Filmschnipsel, die ich mitgebracht habe zu einzelnen Filmen zu verarbeiten. Zum Beispiel unser Ausflug im Oktober nach Sydney: Hier geht es zum Video!

Phnom Penh – eine aufstrebende, lebendige Metropole

Nun sind wir also in PP in einem sehr schönen Hotel hinter der riesigen Vietnamesischen Botschaft angekommen. Wie freuen wir uns darauf, unseren Neffen Chris mit seiner Familie wieder zu sehen. Der kleine Theo feiert eben gerade seinen 10 monatigen Geburtstag. Chris & Mary arbeiten hier als „Working Missionaries“ in zwei ganz interessanten Projekten, die ich euch hier gerne vorstelle. „PhnomClimb“ ist die erste Kletterhalle in Kambodscha. Mary, die Newyorkerin, war eine begeisterte Kletterin und hat hier mit ihrem Mann ihren Traum erfüllt. Ihr Anliegen besteht darin, die jungen Leute von PP für diese Sportart zu gewinnen. Hier geht es um gegenseitige Unterstützung, Ermutigung und Vertrauen. Dies sind Skills, welche für die Bevölkerung, welche in den letzten Jahrzehnten durch grosse Herausforderungen gegangen ist, enorm wichtig sind
Das zweite Betätigungsfeld der beiden ist „WebEssentials„. Dies ist eine Firma, welche junge Kambodschaner ausbildet und hochwertige Softwarelösungen für westliche Firmen herstellt.
Wir sind beeindruckt über das Engagement und die Art, wie Chris und Mary die Anliegen von Jesus in Kambodscha umsetzen. Es ist etwas Besonderes, dass sie sich während unseres Aufenthaltes Zeit nehmen für uns und wir so wertvolle Qualitytime miteinander verbringen können. Sie führen uns mit TukTuks, FahrradRishkas an die interessanten Spots in PP. Sie machen Begegnungen mit spannenden Menschen möglich und teilen ihre Freuden und Sorgen mit uns. Dazu geniessen wir ihren herzigen Sohn!
Was hier in dieser Stadt unbedingt dazu gehört, sind die „KillingFields“ und das Gefängnis Toul Sleng (S-21) der schrecklichen Zeit der Roten Khmer von 1975-79. Wir beschränken uns auf eine Führung im Gefängnis S-21. Dies war das geheime Zentrum eines Netzwerkes von mehr als 200 Gefängnissen. Dort wurden Insassen von den Roten Khmer gefoltert. In diesen Gefängnissen waren 12000 – 20000 Menschen eingekerkert. Wir wissen nur von 12 Überlebenden.

Wie aber geht es der Kambodschanischen Bevölkerung heute? In diesen Tagen hier in PP haben wir mitbekommen, dass die politische Opposition gerade aus dem Parlament verbannt und der leitende Oppositionspolitiker gefangen genommen wurde. Keine Opposition! Kann das gut gehen? Welche Reaktionen gibt es hier dazu?
Unseren Kambodschabesuch lassen wir mit einer Tanz-Vorstellung von „Cambodia Living Arts“ im National Museum ausklingen. Traditionelle Musik und Tanz müssen in diesem Land wieder entdeckt und gelernt werden, weil nach der Khmer Rouge Regierung alles am Boden lag.
Dankbar und mit einigen neuen Gebetsanliegen in unseren Herzen verlassen wir dieses kostbare Land und die geliebten Menschen und beschliessen somit diese einzigartige 3 monatige Reise.

Kep – verweilen in einer pitoresken Umgebung

Unsere nächste Station ist ganz im Süden Kambodschas das Örtchen Kep. Es ist bloss etwa 30 Kilometer von der vietnamesischen Grenze entfernt. Kep ist die Traumdestination für Seafoodliebhaber. Das Mekka für Krebsgeniesser! Und der Crabmarket liegt gleich über der Strasse unserer wunderschönen Unterkunft „Mealea Resort“ mit seinem französischen Patron Olivier. Wir werden mit Charme, Zuvorkommenheit und Bescheidenheit der einheimischen Khmer bewirtet. Die verschiedenen Beizlein vis-à-vis, direkt am Meer verwöhnen uns mit ihren Kostbarkeiten. Am besten fand ich die gegrillten, geschälten Tigerprawns an der grünen Pfeffersauce im „Holy Crab“. Apropos Pfeffersauce: wir besuchen auf unserer Tagestour nebst den Salinen, den Reisfeldern und den Fischersiedlungen auch die Pfefferplantage Sothi’s. Hier erklärt uns der 84jährige Besitzer aus Hamburg die Herstellung der drei Pfefferarten grün, schwarz und rot. Kampotpfeffer erhielt 2015 den Award für den besten Pfeffer der Welt. Einst war diese Gegend führend in der Pfefferproduktion. Es konnte tonnenweise Pfeffer geerntet und verschifft werden. Während des Regimes der Roten Khmer wurde alles zerstört und nun ist man dabei, wieder aufzubauen. Sehr beeindruckend und wertvoll zu besuchen.
Eine besondere Überraschung ist für mich die Schwalbennesterproduktion. Wir fahren zu einem etwa zwanzig Meter hohen Betongebäude, welches gut abgesichert ist. Oben hat es eine kleine Öffnung in welche Schwalben rein und rausfliegen. Hier werden also Schwalbennester für Chinesische Gourmets produziert. Das Kilo Schwalbennest bringt tatsächlich 800 US$! 🤔
Einen wunderschönen paradiesischen Tag verbringen wir auf der Rabbit Island. Planschen im lauwarmen, klaren Meerwasser, umsäumt von einzigartigem Regenwald. Ein herrlicher tropischer Tag. Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, dass Kambodscha heute mit dem Charme von Thailand vor 30 Jahren zu vergleichen sei. Das ist ein einfacher Tourismus, ein bisschen weniger Bequemlichkeit gerade auf der Rabbit Island. Aber schön und entspannend ist es trotzdem. – Nun sind wir im Taxi während 3-4 Stunden unterwegs nach Phnom Penh.