28.9.: Nun wird es leider Zeit, uns von Jucy zu verabschieden. Wir haben mit ihm ca. 3’000km durchlebt. Über die Atherton Tablemountains bis hinunter zu den Glas House Mountains verbrachten wir eine so gute Zeit zusammen. Jetzt sind wir angekommen in Yatala, südlich von Brisbane. Jeden Morgen früh gab’s einen Kafi und dann lasen wir gemeinsam einen Abschnitt aus der Bibel um miteinander auszutauschen und zu beten. Wir wurden hier von Hannes (Bruder von Martha) und Susi so gut aufgenommen. Es ist so entspannt und gut bei ihnen zu sein. Unser „Programm“ hier könnte kaum spannender sein 😎. Am Samstagmorgen fuhren Hannes und Ernst zum Flugfeld und machten im Flieger von Hannes einen herrlichen Rundflug nach Gold Coast und auf eine Insel. Danach ging es am Nachmittag gleich weiter südwärts zu Aida, der Oper am Beach. Herrlich dieser Abend dort. Wir sind enorm gespannt auf unsere weiteren Erlebnisse. 




29.9: Bjelke Petersen Dam
Dieser King Parrot krächzte uns wehmütig hinterher, als wir Cania George verliessen. Er ist ein Armer zur Zeit. Über einige Jahre war er der Chef hier. Zudem erfreute er sich eines beeindruckenden Harems. Nun ist ein jüngerer Rivale daher geflogen und macht dem alten Knaben sein Paradies streitig. Es gibt erbitterte Kämpfe. Noch ist unklar, wer siegen wird. Ja, Mann hat’s nicht leicht mit dem Älterwerden! Uns beiden jedoch geht es sehr gut. Der Entscheid, ab Rockhampton die Route durch das Hinterland ( Burnett Highway) zu wählen, hat sich gelohnt. Die Gegend präsentiert sich weit offen und lieblich. Fern ab von den Touristenströmen, können wir auch heute wieder Emus beobachten. Welch anmutige Tiere! Die Tage sind heisser geworden. Die Leute hier erklären uns, dass es für die Jahreszeit zu heiss und zu trocken ist. Für uns heißt das bei unserer Ankunft am See: ab ins herrlich kühle Wasser. Dies ist der letzte Abend unserer fast 3-wöchigen Camper Reise von Cairns nach Brisbane. Bei wunderschöner Abendstimmung geniessen wir ein Barbecue am See. Wir sind tief berührt und voll Dankbarkeit für all die Schönheit, die uns begegnete in der herrlichen Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt. Für jede Begegnung und für alle Bewahrung auf der Strasse. Nun freuen wir uns auf die Zeit mit Hannes und Susi, Marthas Bruder und Schwägerin, die in Brisbane zuhause sind.

Cania George, National Park
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+27.9.:
Unsere Strasse führt von Mount Morgan Richtung Süden. Wir fahren durch Landwirtschaftsland mit riesigen Flächen von reifen Getreide. Und hier entdecken wir tatsächlich die ersten Emus. Sogar eine Mutter mit fünf Kids läuft durch das Ährenfeld. Nach fast 300 km Fahrt zweigen wir ab vor Morton in den Cania NP. Als wir der Lady beim ersten Caravanplatz unsere Fragen stellen, sagt sie zuerst: „Don’t worry, Darling, just enjoy!“ Sie lädt uns ein, alles anzuschauen, zuerst zum Cania Dam zufahren, gegen Abend zurück zu kommen und uns dann den Platz auszusuchen. Das ist einmalige, Australische Gastfreundschaft. „Komm herein als Fremder und geh wieder als Freund.“ So erleben wir es immer wieder, vor allem beim Buschcamping in den NPs. Wir baden im Caniasee und braten auf den öffentlichen Grills unsere Steaks und Tomaten.
Am anderen Tag gehen wir auf eine etwa dreistündige Wanderung durch den Park. Es ist sehr heiß und wir erleben bei jeder Etappe eine wundervolle Zeit miteinander.
Happy Birthday auf dem Campingplatz
25.9.: Mount Morgan Heute machen wir uns nach einem Abstecher ans Meer wieder auf ins Hinterland. Die Strasse steigt nach Rockhampton steil den Berg hinauf nach Mount Morgan. Dies ist eine der vielen Heritage Städtchen aus der Goldgräberzeit (um 1870). Ein riesiger Krater und ein altes Kamin ist von weitem sichtbar. Dazu die einzelnen gut erhaltenen historischen Gebäude. Sie alle stammen aus der Goldrush-Zeit. Es gibt eine Führung, ein kleines Informationsbüro im alten Bahnhofsgebäude. Leider wurden die Loks, Wagen und Schienen nicht restauriert und deshalb fährt durch Mount Morgan keine Eisenbahn mehr. Der Leckerbissen für uns aber ist der Caravanplatz „Silber Wattle“ mit den herzlichsten Grüßen, die wir bis jetzt erfahren haben. Bei der Ankunft erhalten wir und alle anderen 4 Eier geschenkt. Um 4 Uhr ist jeden Tag „Happy Hour“ angesagt! Die Tochter der Eigentümerin hat heute Geburtstag und so feiern wir alle zusammen eine Geburtstagsparty. 





Cape Palmerstone – Glamping
21.-23.9.:
Schon Mal das Wort Glamping gehört? Es setzt sich zusammen aus Glamour und Camping. Ja, für zwei Tage setzen wir auf die Karte Luxus. Unser Zelt gleicht eine Mongolischen Jurte. Ein wunderschönes Doppelbett, ein Kühlschrank, TV etc. Zwei Tage relaxen an der Küste des Pazifik. Die Camper, welche hierher kommen wollen zwei Dinge verbinden: 4×4 am Beach fahren und Fischen. Die Strände sind absolut leer. Das Wasser einfach zauberhaft… aber es hat Krokodile drin. Wir wagen es über den Mittag trotzdem und geniessen den riesigen Privatstrand.
Abends kommt eine Kängurufamilie zum Zeltplatz, etwa 15 Stück, und wir setzen uns einfach mal hin um zu beobachten.
Jeder Tag ist einmalig. Wir fragen uns dann abends, wo es am nächsten Tag weitergehen wird. Immer wieder sind wir überwältigt, wie der Gott uns führt und auf die wichtigen Dinge hinweist.



