Matera…

Matera ist die Stadt der Felsenkirchen, der Höhlenwohnungen (Sasso/Sassi). Und im Jahr 2019 war sie als erste Stadt Italiens die Kulturhauptstadt Europas. Ebenso ist sie Weltkulturerbe der UNESCO. – Es ist aber auch die Stadt der Filme: Pier Paolo Pasolini drehte hier das Matthäusevangelium, Mel Gibson drehte die „Passion of Christ“ an diesem Ort und der neuste James Bond, welcher sicher bald in die Kinos kommt, wurde hier gedreht. – Es ist egal, was du schon alles über diese Stadt in der Provinz Basilikata gehört hast. Ob gute oder schlechte Berichte und Informationen. Das spielt alles keine Rolle: Du solltest Matera selber sehen. Wir reisten etwa 45 Minuten nach Matera. Als wir dort ankamen, sahen wir nichts, aber auch gar nichts von der historischen Stadt. Wir fragten am Strassenrand einen Mann und der verwies uns an die Leute vom Tourismusbüro. Nun kam die Parkplatzsuche. Doch wie durch ein Wunder fanden wir sehr nahe beim Zentrum einen gratis Parkplatz! Nach einigen Schritten standen wir an einem Platz, der Überblick über diese einmalige Stadt bot: Wau, ohh, yes!!! Das war sie also, diese einmalige Stadt, in welcher die Menschen in armseligen Höhlen (Sassi) mitsamt ihrem Vieh hausten. Was für eine Armut und Not herrschte hier in dieser Stadt. So schlimm war es, dass in den 1950er Jahren die Regierung die Bewohner evakuierte und in neue Siedlungen dislozierte. Vor allem deshalb, weil mit den Tieren und dem Trinkwasser schlimme Krankheiten z.B. Malaria die Menschen plagten.

Wir verbrachten fast vier Stunden treppauf, treppab in diesen Gassen. Immer wieder staunten wir über die neue Aussicht auf die Häuser, Plätze und Gässchen. Natürlich besuchten wir auch eine Nachbildung eines Sasso und einzelne Felsenkirchen mit Fresken, die uns beeindruckten. Wegen der Coronapandemie waren nicht viele Touris hier und das war für uns ein enormer Gewinn. Beeindruckt lauschten wir um 7 Uhr abends den mannigfaltigen Glocken der Stadt.

Glockengeläute über Matera

Danach suchten wir uns eine Osteria in der es lokale Kost zu geniessen gab. Martha genoss die Orrechiette mit Käse und Peperochini und ich bekam einen Teller mit Lammkotelets und Salat. Einzigartig diese Gastfreundschaft mit der bekömmlichen Italienischen Küche des Südens.

Zu guter Letzt wollten wir uns von dieser Stadt mit einem kurzen Abendspaziergang verabschieden. Mit der warmen Beleuchtung erhält die Stadt noch einmal ein ganz anderes wohltuendes Gesicht. Ciao Matera. Danke für diesen grossartigen Tag.

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