13.10: Goldcoast Wale Watching

Gewusst…

…dass ein Walkalb täglich ca. 500lt Muttermilch trinkt?

…dass ein Buckelwal nur während der 9 Wochen seines Aufenthaltes im Polarmeer Nahrung zu sich nimmt? Die restliche Zeit des Jahres wird nicht gegessen,.

…dass die Walmütter mit ihen Kälbern auf ihrer Rückreise  vom Great Barrier Reef in die Antarktis oftmals von einem Bodyguard begleitet werden, einem erwachsenen Tier, welches die Walmutter vor zudringlichen Männchen beschützt?

…dass Buckelwale sehr gut singen können? Man konnte von ihrem Gesang über 600 verschiedene Laute dokumentieren, die facettenreichsten Tierlaute überhaupt.

Dieses und vieles mehr haben wir über die faszinierenden Riesen erfahren, als wir mit einer organisierten Bootstour aufs Meer hinaus fuhren. Vor allem aber konnten wir die Buckelwale aus der Nähe beobachten, die jeweils von September bis November auf ihrer Reise in den Süden entlang der Ostküste Australiens vorbei ziehen.

Wir hatten das grosse Glück, dass sich auf demselben Boot ein paar Chinesen befanden. Sobald diese irgenwo einen Wal entdeckten, fingen sie an zu schnattern wie wild. So war gewährleistet, dass wie nichts verpassten. (Also für erfolgreiches Walewatching: achte darauf, dass zumindest ein Chinese im Boot ist!)

Es ist schon ein atemberaubendes Schauspiel, wenn sich die grossen Tiere  in die Luft werfen, um sich dann unter gewaltigem Spritzen auf dem Rücken ins Wasser zurück fallen zu lassen! Eine Walmutter übt mit ihrem Kalb diesen Salto, der „Kleine“ gibt sich alle Mühe. Dann nähert sich eine Gruppe Delphine. Die Walmama reagiert nervös, immer wieder warnt sie die Delphine mit einem Luftschlag ihres Schwanzes, ihr und dem Jungen ja nicht zu nahe zu kommen. Weiter hinten eine andere Gruppe erwachsener Tiere, die gemächlich ihres Weges schwimmen. Wieder eine Mutter mit Kalb, diesmal begleitet von einem „Beschützer“. Welch ein ungewohntes Geräusch, wenn die Tiere Fontänen in die Luft blasen! Ganz zufällig schwimmt noch ein junger Hammerhai vorbei, sehr zu unserer Freude.

Ein grossartiges Erlebnis!

Um unseren Lesern einen angepassten Eindruck zu ermöglichen, zeigen wir hier Fotos, die wir nicht  selber gemacht haben.

8.-9.10: Coolum, Noosa Heads, Alexandra Bay

Ein Tag am Strand. Wie sollte dieser idealerweise aussehen? Sauberer Sand, klares Meer, Wärme, wenig Leute, Sonne und Schatten, Natur. In Noosa Bay finden wir keinen Parkplatz, der Ort inklusive Strand ist total überfüllt. Zum Glück kennen Hannes und Susi die versteckten Plätze. Willst du zu einem (fast) menschenleeren Strand, darf dieser nur zu Fuss erreichbar sein. So treffen wir nach etwa 15 Minuten Fussmarsch durch Naturschutzgebiet auf unser Paradies. Hier verbringen wir ein paar traumhafte Stunden. Herrliche Wellen klaren Wassers spült der Ozean ans Ufer und lädt zum Baden ein. Wir teilen das grosse Planschbecken mit den Buckelwalen, welche sich in unserer Sichtweite tummeln, Sprünge vollziehen und Fontänen in die Luft blasen. Über uns kreist der Seeadler und nutzt die Aufwinde. Wir können uns kaum satt sehen an den majestätischen Tieren. Den Weg von Brisbane an die Sunshine Coast und zurück kann jeweils eines von uns abwechselnd mit Hannes in dessen 2plätzigen Flugzeug zurück legen. Die Vogelschau auf das Küstengebiet ist einmalig schön. Auch von hier oben können wir Wale beobachten.

Welcome bei Hannes und Susi

Ein grosses Haus am Rand der städtischen Umgebung von Brisbane. Schön und gemütlich eingerichtet und mit viel Land umgeben. Das ist das Zuhause von Hannes und Susi. Die beiden pflegen eine unkomplizierte, herzliche Gastfreundschaft. Seit sie in Jahr 1979 nach Australien ausgewandert sind, haben unzählige Gäste aus der Schweiz von ihrem offenen Haus profitierten können, darunter auch Marthas Eltern und Geschwister. Ohne sie wären wir nicht hier, hätten nicht die super Beratung zu unserer Reise erhalten und würden vieles vermissen, was eben ihre Persönlichkeit und Begabung ausmacht. Sie sind richtige Schätze. Heute wird im „Wäldli“ ein abgestorbener Baum gefällt. Holzen ist angesagt. Daneben packen wir für 3 Tage Camping an der Sunshine Coast. Morgen gehts los: 2 fliegen, 2 fahren per Auto. Wir haben ein grösseres Zelt gekauft und freuen uns auf’s Ausprobieren.

21.9: Eungella

Der Kontrast könnte kaum grösser sein. Vom Touristenort Airlie Beach gehts nun in den Regenwald beim Broken River, Eungella. Bushcamping ist angesagt. Inmitten der herrlichen Pflanzenwelt campieren wir ganz allein in einer Waldlichtung. Ein wenig Luxus wissen wir zu schätzen: es hat einen Wasserhahn und ein auffallend sauberes WC-Häuschen. Um 17.30 beginnt die Dämmerung. Im Fluss tummeln sich Schnabeltiere (Platipus), Schildkröten und allerlei Fische. Baumschlangen fliehen vor uns, sie sind sehr scheu und ungefährlich. Eine Stunde später ist es stockfinster im dichten Wald. Wunderschön breitet sich der südliche Sternenhimmel über uns aus. Wir machen ein Feuer. Zeit für’s Abendessen. Kängurus, Warane, die buntesten Vögel, und was sonst noch so kriecht und fliegt, sind unsere Zaungäste. Zugegeben, ein bisschen unheimlich ist es schon. Aber einmalig schön, ein unvergessliches Erlebnis! Wir schlafen herrlich und werden am nächsten Morgen vom Gesang der Vögel geweckt. Ein neuer Tag bricht an.

Highways

Was uns als Autobahn – verwöhnte Schweizer auffällt, ist die Entdeckung, dass alle bisher bereisten Highways nur 2spurig waren. Der Verkehr ist zwar weniger dicht. Und über Land kann es schon sein, dass uns über längere Strecken kein anderes Fahrzeug begegnet. Trotzdem ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Lange Lastenzüge zu überholen, benötigt eine rechte Strecke, zumal der Fuß aufs Gaspedal unser liebes Jucy Büssli nur langsam zu rasanterer Gangart bewegen kann. Überfahrene Kängurus gehören zum gewohnten Strassenbild. So sind wir froh, dass wir bis jetzt all unsere Ziele sicher auch und ohne Zwischenfall erreichten. (Bilder von Strassen und toten Kängurus ersparen wir an dieser Stelle unseren geschätzten Freunden 😉)