Wir befinden uns auf einer Reise in den Outback. Hannes und Susi stellen uns ihren nigelnagelneuen Isuzu dafür zur Verfügung. Wir fahren am Samstagmittag los Richtung Westen. Zuerst das Küstengebirge hoch, dann wieder hinunter, und jetzt erreichen wir das unwahrscheinlich fruchtbare Farmland. Ich habe noch nie so riesige Getreidefelder gesehen. Und das Korn ist reif zur Ernte! Über Goodiwindi nach Boomi führt uns der Weg nach Moree in NSW. Kilometerweit fahren wir die schnurgeraden Strassen durch den Outback. Alles flach wie ein Waschbrett. Aber noch lange nicht in der wüstenähnlichen Steppe mit Alice Springs und dem Ayers Rock.
Hier in Moree lesen wir vom neu erbauten „Artesian Spa“. Das wollen wir kennen lernen. Eine wunderschöne Wasserlandschaft erwartet uns mit vielen verschiedenen Wasserbecken und Rutschbahnen. Wassertemperatur von 40 bis etwa 28 Grad Celsius! Wie ist das möglich? – In dieser Gegend hat es das grösste artesische Becken der Welt. Es umfasst ein Viertel Australiens und gerade hier in Moree gibt es einige Quellen davon. Weil das Wasser in der Tiefe unter grossem Druck steht, fliesst es von selber in diese Wasseranlagen. (Siehe mehr dazu: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fes_Artesisches_Becken)
Doch nun zur Überschrift: abends gehen wir zum Essen ins nahe gelegene Thai-Restaurant. Es ist noch früh und es hat kaum Gäste. Nach und nach füllt sich der Raum und wir geniessen das feine Essen. Bevor wir gehen, gibt es eine Unruhe bei einem älteren Ehepaar an einem Nachbartisch. Der Ehemann kümmert sich um seine Frau, welche nach Atem ringt und hustet. Dann kommt die Thai-Wirtin und neigt sich zu ihr. Aus meinen Augenwinkeln sehe ich, dass die Frau mit ihrem Gast betet. Wir sprechen beim Bezahlen die Wirtin an und erfahren, dass sie Jesus lieb hat und gerne auch mit Gästen betet. Wir freuen uns miteinander über das gegenseitige Kennenlernen.
Beim Verabschieden spüren wir die grosse Liebe zu Jesus Christus aus der Begegnung mit dieser Thailänderin und gehen froh weiter zu unserem Motelzimmer.













Dieser King Parrot krächzte uns wehmütig hinterher, als wir Cania George verliessen. Er ist ein Armer zur Zeit. Über einige Jahre war er der Chef hier. Zudem erfreute er sich eines beeindruckenden Harems. Nun ist ein jüngerer Rivale daher geflogen und macht dem alten Knaben sein Paradies streitig. Es gibt erbitterte Kämpfe. Noch ist unklar, wer siegen wird. Ja, Mann hat’s nicht leicht mit dem Älterwerden! Uns beiden jedoch geht es sehr gut. Der Entscheid, ab Rockhampton die Route durch das Hinterland ( Burnett Highway) zu wählen, hat sich gelohnt. Die Gegend präsentiert sich weit offen und lieblich. Fern ab von den Touristenströmen, können wir auch heute wieder Emus beobachten. Welch anmutige Tiere! Die Tage sind heisser geworden. Die Leute hier erklären uns, dass es für die Jahreszeit zu heiss und zu trocken ist. Für uns heißt das bei unserer Ankunft am See: ab ins herrlich kühle Wasser. Dies ist der letzte Abend unserer fast 3-wöchigen Camper Reise von Cairns nach Brisbane. Bei wunderschöner Abendstimmung geniessen wir ein Barbecue am See. Wir sind tief berührt und voll Dankbarkeit für all die Schönheit, die uns begegnete in der herrlichen Landschaft, Pflanzen- und Tierwelt. Für jede Begegnung und für alle Bewahrung auf der Strasse. Nun freuen wir uns auf die Zeit mit Hannes und Susi, Marthas Bruder und Schwägerin, die in Brisbane zuhause sind.

2
6
.
+27.9.: