Vor 5 Jahren haben wir das erste Mal Sydney besucht. Damals war eine grosse Renovation im Gange und es fanden keine Vorstellungen im Hause statt. Jetzt ist das anders. Die 50 Jahrfeier wird ausgiebig zelebriert und so haben wir uns enorm gefreut auf ein klassisches Konzert.
Wie fast jeden Tag nehmen wir ab Rose Bay die Fähre an diesem wunderbaren Herbstabend. Schon das allein ist ein Genuss zur Einstimmung auf das bevorstehende Konzert.
Nach einem leichten Abendessen machen wir uns auf zu diesem Ereignis. Ja, die Renovationsarbeiten haben sich gelohnt. Da wurde vieles wieder in den Originalzustand versetzt und das prachtvolle und einzigartige Gebäude erstrahlt in neuem Glanz.
Der Höhepunkt des Abends war die Welturaufführung des Werkes „LUMINOUS & TRANSCENDENT“ von Georges Lentz mit der Stargeigerin Arabella Steinbacher. Mehr dazu
Arabella Steinbacher
Natürlich ist dieses moderne Stück für uns etwas gewöhnungsbedürftig. Jedoch genossen wir das Glas Weisswein in der Pause in vollen Zügen. Nach der Pause wurden beim Konzert „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss alle möglichen Register gezogen und das Opera House wurde von allen Orchesterinstrumenten gewaltig erfüllt. – 《The colossal opening chords of Thus Spoke Zarathustra are iconic – made famous by Stanley Kubrick’s 2001: A Space Odyssey. Richard Strauss had a unique gift for generating enormous sound from a symphony orchestra. Vast, beautiful and almost overwhelming, Zarathustra is awe-inspiring from start to finish.》
Mit der nächsten Fähre genossen wir die späte Heimfahrt durch den Sydney Harbour. Vorbei an der nächtlichen Harbour Bridge und dem Opera House.
Ja, Vögelis sind wieder losgeflogen und verbringen zwei Monate hier in Sydney. – Was war das für eine Wiedersehensfreude mit den Grosskindern am Mittwochmorgen, als wir uns wieder sahen. Sie konnten nicht nahe genug sein und genossen uns so richtig aus vollen Zügen. (Wir sie natürlich auch).
Schon bald hiess es Packen. Urs, Heidi und Kiddies machten sich auf nach Port Douglas um dort eine Woche Ferien mit Paul und Mirj Sieber zu verbringen. – Für uns war klar: das nutzen wir und verreisen ein paar Tage nach Jervis Bay. Martha fand ein cooles B&B und wir fahren die drei Stunden in den Süden. Unterwegs machen wir einen Stopp in Bulli und sind begeistert vom tollen Ausblick über das Meer und Wollongong.
Nun fahren wir weiter zum St. Georges Bassin an den Sanctuary Point, wo unsere Unterkunft steht. Greg, unser Host erklärt uns gleich, was es hier ums Haus und an den verschiedenen Orten zu sehen gibt. Bald klopft er uns ans Fenster und holt uns raus am Morgen früh um die Kängurus zu füttern, welche heute hier bei ihm einkehren.
Martha und ich lieben die Parks in Australien. Kleine und grössere Wanderungen, Schwimmen im klaren, türkisfarbenen Meer und natürlich die Beobachtungen der verschiedensten Tiere: Seeadler fliegen über uns und halten Ausschau nach Beute. Auf einer Wiese haben sich gleich ein Dutzend Wallabies eingefunden. Wenn ich mich ruhig zu ihnen bewege, kann ich sie auch streicheln. Draussen im Meer können wir Delphine beobachten. So peaceful!
Nach Wanderungen, Tierbeobachtungen, gutem Essen und Schlafen, machen wir uns erholt auf unseren Heimweg. – jeden Abend liest Martha mir ein Segensgebet aus „Stärke täglich deinen Geist“. Was für eine Ermutigung und Kraft aus diesen Segnungen kommt. Ich freue mich schon jetzt auf den heutigen Abschnitt.
Ja, wir sind als Familie in Sydney langsam heimisch geworden. Dankbar, dass Urs über Weihnachten und Neujahr einen Monat Ferien hat. So können wir die Gegend miteinander erkunden und Tagesausflüge in der Umgebung unternehmen. Palm Beach, Cronulla Beach, Symbio Wildlife Park oder den nahe gelegenen Camp Cove Beach.
Judah und Elliott sind am Eingewöhnen in ihrer Kita, gleich neben dem Haus in Vaucluse. Natürlich gab es auch ein paar Tränen und etwas Überredungskünste für die beiden. Aber jetzt geniesst vor allem Elliott das Spielen mit den Gleichaltrigen und kommt jeweils voll motiviert heim. Judah braucht etwas länger, aber auch er wird liebevoll durch die Betreuerinnen begleitet.
Trip nach Yatala zu Hannes und Susi
Übers Wochenende fliegen Martha und Ernst nach Gold Coast und besuchen Marthas Bruder und Schwägerin. Wir waren vor 5 Jahren schon bei ihnen und hätten nie gedacht, dass wir sie schon so bald wieder besuchen würden. Doch alles der Reihe nach. Wenige Stunden vor Abflug wurden wir per E-Mail informiert, dass dieser Flug gestrichen sei. Zum Glück konnten wir im letzten Moment auf einen früheren Flug umbuchen. Doch das bedeutete, rasch das Ubertaxi bestellen und losfahren. Wir waren knapp, doch es gelang, während der Taxifahrt einzuchecken. Kurz und gut, wir waren rechtzeitig am Gate und landeten schliesslich eine Stunde früher als geplant in Gold Coast.
Bei Hannes und Susi fühlten wir uns gleich zuhause und genossen die Zeit mit ihnen sehr. Das grosse Haus in dem weitläufigen, schönen Garten hat schon viele Gäste aus Europa beherbergt. Susi und Hannes sind tolle Gastgeber. Ein besonderer Leckerbissen war jeweils das wunderbare Frühstück von Hannes mit Ei und Speck vom Grill.
Einzigartig für Martha: Der Ausflug mit Hannes zur North Stradbroke Island.
Aufgaben erfüllt?
Nächste Woche sind wir schon drei Monate hier in Sydney und werden wieder nach hause fliegen. Wir haben diese Zeit genossen, sie war streng, aber gut. Unser Wunsch war, beitragen zu können, dass die Familie von Heidi und Urs gut ankommen und sich einleben konnte. Wir blicken zurück auf Momente, die uns allen einiges abverlangt haben:
Flug über ca. 25 Std. von Zürich über Doha nach Sydney mit 3 kleinen Kindern. Jetlag.
Ankunft und Einrichten im 17. Stock des Appartment Hotels im CBD (Zentrum) von Sydney, wo wir die ersten sechs Wochen in zwei kleinen Ferienwohnungen verbrachten.
Erkunden der Einkaufsmöglichkeiten gerade im Lebensmittelbereich. Es war und ist nicht ganz einfach, nur schon die benötigten Mengen an Trinkwasser und Milch herbeizuschaffen. Da kommen auch die Lieferdienste ganz schön ins Schwitzen.
Beschaffung von Autos und des Hauses in Vaucluse mit allen nötigen Möbeln und Anschaffungen für das zukünftige Leben.
Erste Kindergartentage von Ruby in der Kinncoppal Rose Bay. Heidis Schulfahrten mit Ruby in stundenlangen Staus.
Arbeitsstart von Urs im neuen Job.
Erste KITA-Tage von Elliott und Judah.
Wir (Grosseltern) sind happy über die Hürden, die wir als Grossfamilie mit vereinten Kräften und Gottes Hilfe geschafft haben und dass wir mit dabei sein konnten. Wir fühlten uns jederzeit willkommen und wertgeschätzt. Nun sind wir zuversichtlich, dass die junge Familie mit Luisa, der Nanny aus Deutschland, welche noch diese Woche ankommt, weitere gute Abenteuer erleben wird. Wir fliegen zurück in die Schweiz und freuen uns auf unsere Wohnung, die Kinder, Schwiegerkinder und Grosskinder, die weitere Familie und auf unsere Freunde!
Die grosse Party rund um und auf dem Hafen ist phänomenal!! Keine Chance, kurzfristig ein Ticket zu ergattern, um in dem riesigen Gedränge einen Platz zu ergattern. Also Plan B: Wir geniessen den Nachmittag zuhause am Pool, bereiten uns ein leckeres Abendessen zu und gehen dann ca. 10 Min zu Fuss an einen Platz, wo wir mit Ruby das kleinere 9-Uhr-Feuerwerk geniessen können.
Das grosse Feuerwerk schauen wir uns am 1 . Januar auf Youtube an.
Familienausflug nach Watsons Bay
Urs und Heidi haben zum Familien-Altjahrsausflug einen Tisch bei Doyles in Watsons Bay reserviert. Im Dezember musst du für einen Tisch draussen am Beach mindestens drei Monate zuvor reservieren. Es gibt sogar Leute, die ihren Tisch bereits im Januar für Dezember reservieren. Das ist in den meisten guten Speiserestaurants so. Sie sind ganzjährig gut besucht, und es ist immer recht schwierig, einen guten Tisch zu bekommen. Aber bei Doyles ist es eben auch besonders schön. Es liegt direkt am Strand. Und das feine Essen ist frisch zubereitet, das meiste aus dem Meer. So wird dies für uns ein unvergesslicher Abend!
Ausflug in den Tierpark
Südlich von Sydney gibt es eine coolen Tierpark, den wir uns gerne anschauen möchten. Also los gehts nach Süden, wo wir Krokodile, Koalas, Reptilien und natürlich die Känguruhs anschauen können. Sehr spezielle Momente sind für uns alle die Fütterungsmöglichkeiten bei den Wallabys.
Seit Weihnachten geniessen wir die warmen Sommertage immer wieder am und um den Pool. Ruby kann jetzt schon eine Breite alleine ohne Flügeli schwimmen und sie wird immer mutiger. Es ist schon sehr schön, dass Urs jetzt keine Verpflichtungen im Beruf hat, und wir miteinander soviele gute Stunden mit ihm und Heidi und den Kindern geniessen können.
Palm Beach.
Wir unternehmen einen Ausflug nach Palm Beach. Das klingt ja ganz einfach, ist aber ein rechtes Unternehmen. Wir fahren an den äussersten Norden von Sydney. Wou ist das schön! Grüne saftige Wiesen, coole Häuser und wunderbare Beaches. Und das Meer, welches zum Baden und Plantschen einladädt. Die Hinfahrt dauert fast zwei Stunden. Es hat enorm viel Verkehr und immer wieder Hinweise, dass die Parkplätze beschränkt seien. Aber es hat sich gelohnt. Die Kiddies sind happy im Sand, und Ruby getraut sich sogar etwas ins wilde Meer hinein.
Grosseltern
Noch nie in unserem Leben hatten wir so viel Zeit und Freiraum, uns so entspannt mit den Kindern zu beschäftigen. Als Grosseltern, besonders seit unserer Pensionierung, hat sich uns ein neuer Raum aufgetan, den wir täglich mehr entdecken. Jedes unserer Grosskinder ist ein riesiges Geschenk, designed vom Schöpfer höchstpersönlich. Jedes anders in Persönlichkeit, Charakter und Stand seiner Entwicklung. Und jedes letztlich dazu bestimmt, diesen liebenden Gott selber zu erleben und aufzuwachsen im Bewusstsein, gewollt, geliebt und geborgen zu sein. So geniessen wir die Kleinen, spielen mit ihnen, trösten, wenns Tränen gibt. Wenn’s uns zu bunt wird, ziehen wir den Granny-Bonus ein und ziehen uns eine Weile zurück. Für jedes unserer sechs Enkel haben wir ein kleines Tagebuch angelegt. Die einen Grosskinder sehen wir täglich, andere zur Zeit gar nicht. Aber für alle gibt’s immer wieder Einträge ins Büechli. Wir halten Beobachtungen darin fest, kleine und grosse Fortschritte und Ereignisse. Oder einfach gute Gedanken, die uns über sie durch den Kopf gehen.
Leider fliegt ein Rainbow Lorykeet (Papageienart) ins Glasgeländer unseres Pools und bleibt wie tot am Abend liegen. Am anderen Morgen stellen wir fest, dass er noch lebt. Jedoch kann er nicht mehr fliegen. Ein wenig haben wir den kleinen Patienten bereits ins Herz geschlossen. Wie könnten wir ihn retten? Die Wildlife Organisation berät uns am Telefon und wir bringen den Lory zum nächsten Tierarzt. – Leider haben wir nicht herausgefunden, ob er überlebt hat.
Ausflug in die Blue Mountains
Hurra, wir haben es geschafft, Mitglieder von GoGet Carshare hier in NSW zu werden. Direkt vor unserer Haustür steht ein Fahrzeug, das wir praktisch jederzeit buchen können. Als Senioren bezahlen wir keinen Monatsbeitrag, und der Stunden- oder Tagesbeitrag ist super. Somit legen wir los und planen den ersten Tagesausflug in die Blue Mountains zu den Three Sisters. Wir geniessen diesen Tag fern von der Grossstadt und die Schönheit der Blue Mountains . Wir beschliessen diesen Tag mit einem Sunset Apéro beim Watsons Bay
So war es 1999 mit Christine, Dania und SelinaWatsons Bay
Weihnachten
Wir machen uns am Abend auf, das Vorweihnachtsprogramm im Botanischen Garten zu besuchen. Mit dem Auto gehts nach Rose Bay und dann mit der Fähre zum Operahaus. Von hier ist es nicht weit zum Botanischen Garten, wo wir uns rasch Sitzplätze ergattern und Essen und Shows geniessen. Die Kids tanzen zu „Tschingel Bells“ etc und wir freuen uns über den gelungenen Abend. Müde und satt fahren wir wieder zurück nach Rose Bay.
Auf dem Heimweg
Am Heiligabend entschliessen wir uns, kurzfristig zum Abendgottesdienst in die Hillsong Church zu fahren und dort den Worship und die Weihnachtsbotschaft zu erleben. Es hat sich so gelohnt, diesen Abstecher mit etwa einer Stunde Fahrt, auf uns zu nehmen. Die Message war sehr fokkussiert auf unser momentanes Ergehen: „Jesus ist gekommen, um uns Menschen [mir] Frieden zu bringen.“ – Als er kam, herrschte kein Frieden in der Gesellschaft. So auch heute: Wir sind herausgefordert von vielen schreckhaften Ereignissen. Und wenn ich an die ukrainische Bevölkerung denke, stockt mir der Atem. Sie erleben so viel Not und Gewalt. Und dennoch gibt es unzählige Berichte von Menschen, welche gerade in diesen Umständen den Frieden von Jesus erleben.
Am Weihnachtstag haben sich ehemalige Düsseldorfer Freunde, Alina und David, bei uns angemeldet. Alinas Mann muss leider krankheitshalber zuhause bleibe. Wir freuen uns auf dieses Zusammensein, wo wir gemeinsam die Geburt von Jesus Christus feiern können. Heidi hat einen wunderbaren Drink gemixt, Martha fein gewürztes Gemüse zubereitet, Urs hat unser Fleisch gegrillt und Alina brachte ein sehr feines Pavlovadessert mit. Wou war das lecker! Und die Stimmung inspirierend, heiter und liebevoll. Was gibt es besseres, als Weihnachten mit Familie und Freunden zu verbringen, obwohl wir die restlichen Familienmitglieder heute besonders vermissen. Deshalb genossen wir den Videocall mit Joël, Sina und Levia und das WhatsApp von Silja umso mehr.