Im hohen Norden

Wir machen uns auf zu einem Besuch ins Northern Territory nach Katherine, wo unsere Nichte Sarah lebt und arbeitet.

„Dr. Sarah“, wie sie hier genannt wird, ist eine Ärztin, welche mit Leidenschaft für die Notleidenden im Spital Katherine arbeitet. Ihr Engagement hört mit dem Feierabend nicht auf. Sie liebt es, gerade den First Nation People ärztliche Hilfe zu bieten. Sie weiss sich von Gott berufen an diesen Arbeitsplatz in einem abgelegenen Winkel unserer Erde. Die tägliche Konfrontation mit Gewalt und Vergewaltigungen macht ihr Mühe, kann sie jedoch nicht daran hindern, gute ärztliche Arbeit jeden Tag zu verrichten.

Zunächst gehts los auf den Flughafen Sydney und von dort nach Darwin, die Stadt im Norden von Australien. Unser Flug startet um 20 Uhr, also werden wir nachts um 1 Uhr am nächsten Morgen ankommen. Bei der Ankunft empfangen wir das Mietauto und los gehts ins Hotel Palms City direkt am Meer. Nach ein paar Stunden Schlaf machen wir uns auf nach Süden etwa 300 km nach Katherine. Welch ein Wechsel des Klimas. Hier geht das Quecksilber rasch auf über 30°C, und ein wunderbar blauer Himmel wölbt sich über uns.

Nach etwa 4 Stunden erreichen wir das Städtchen Katherine und unsere strahlende Nichte Sarah. Hier können wir für die nächsten Tage Quartier beziehen in ihrem Haus, umgeben von vielen schattenspendenden Palmen.

Bald ziehen wir ein erstes Mal los zum Sonnenuntergang in die Katherine Gorge.

Am nächsten Tag führt uns Sarah zu den Hot Springs von Katherine

In einem kleinen Tal fliesst ein kleines, glasklares Bächlein, welches aus einer Quelle entspringt gemächlich raus. Es lädt ein zum Geniessen und Planschen. Plötzlich erscheinen etwa 8 Aboriginies Teenager. Jetzt kommt Leben in diese Ruhe. Sie sprinngen vom Rand ins Wasser, wirbeln Dreck auf und nehmen das Idyll in Beschlag. Nun ja, schliesslich sind sie die Besitzer und wir bloss die Gäste. Es fällt auf, dass ein Junge eine elektronische Fussfessel trägt. Was mag er wohl für eine Geschichte schon erlebt haben?

Nach einem feinen Zmittag gehts los zur Katherine Outback Experience. Diese Show von Tom Curtain geniesst hohes Ansehen und ist lehhreich und unterhaltsam zugleich. Tom zeigt mit seinem Team, wie er junge Pferde trainiert, dass sie auf der Weide die riesigen Kuh-, Ziegen- und Schafherden bewachen können. Dazu sammelt er Hunde, die von Besitzern nicht mehr gewollt sind und trainiert diese zu Herdenhunden, welche Preise von bis zu 50’000 $ erzielen.

Dazu ist Tom ein hochdekorierter Countrystar in Australien. Hier seine Songs.

Und weiter gehts zum nächsten Höhepunkt: Wir fahren etwas mehr als eine Stunde nach Mataranka zu den Bitter Springs. Hier sprudelt eine 34°C warme Quelle 30,5 millionen Liter Wasser in einen kleinen Bach zum Schwimmen. Diese wundervolle Gelegenheit geniessen wir in vollen Zügen.

Und weiter geht die Reise! Welche Überraschung: Hannes und Susi sind mit dem eigenen Flugzeug aus Yatala (nähe Brisbane) hier eingetroffen. Sie waren gerade vier Tage unterwegs! Etwas mehr als 3000km Flug. Ernst tauscht mit Susi den Platz im Cockpit und fliegt mit Hannes zurück nach Katherine. Was für ein zusätzliches Abenteuer!

Die Jabirou wartet geduldig auf ihren nächsten Flug.

Die Heilsarmee in Katherine

Sarah besucht die Heilsarmee Katherine. Wir sind echt berührt von dieser kleinen Segenstruppe Gottes. Das Heilsarmee Corps besteht aus weniger als zwanzig Mitgliedern. Aber sie tun eine Menge Arbeit während der ganzen Woche. Jeden Tag bieten sie den Aboriginees verschiedene Dienste an. Lunch gibt es jeden Tag für etwa 100 Leute. Duschen, Waschmaschinen und Trockner und andere praktische Alltagshilfen werden ihnen angeboten. Wir können über dieses enorme Volounteer Engagement nur staunen. Etwa 20-30 First Nation People besuchen den Gottesdienst und anschliessend gibt es ein feines Abendessen.

Die Offizierin im First Nation Outfit

Leider geht’s schon bald wieder zurück nach Darwin, das wir gerne noch etwas erkunden möchten. Uns interessieren die Innenstadt mit den Shops und dann möchten wir gerne hier einen Sonnenuntergang erleben. Wir reservieren uns eine guten Platz im Foreshore Café in Nightcliff, wo wir beim schönsten Sonnenuntergang genüsslich dinnieren.

Vor unserem Abflug aus Darwin haben wir noch etwas Zeit für einen Abstecher ins Hafenviertel, welches in der Nähe unseres Hotels liegt.

Hier lesen und sehen wir spannende Informationen aus der bewegten Geschichte Darwins: 1942: Der Überfall Japans im 2. Weltkrieg. Und die Zyklon Katastrophe an Weihnachten 1974.

Dann gehts wieder los nach Sydney und wir sagen Darwin „Good bye“!

Eine Church Family in Sydney gefunden: The Bridge Church in Kirribilli

Living for Jesus & Loving Like Jesus

Es ist schon interessant, wie wir immer wieder auf besondere Weise geführt werden. Bei unserem aktuellen Aufenthalt hier in Sydney wurden wir in die ‚The Bridge Church“ in Kirribilli eingeladen.

Also gut, wir sind dabei, und schon vor dem Eingang beginnt die Kirche: Als erstes bekommen alle ein Namensetikett vor die Brust geklebt. Man versteht sich als familiäre Kirche und möchte, dass sich die BesucherInnen alle mit Namen ansprechen können. Sofort rennen unsere drei Grosskinder los zum Spielplatz. Kurz vor 10 Uhr suchen wir uns einen Platz in der Kirche, schon fängt der Gottesdienst an.

Im Worship singen wir bekannte moderne Lieder, aber auch ältere Hymmnen.

How great Thou art…

Anschliessend sind die Kids dran. Alle rennen sie nach vorne, ein Elternteil hinten nach. Jetzt gibts eine biblische Geschichte mit Illustration für die Kiddies. Heute sollte ein Kamel, gespielt von drei Kindern, durch ein Nadelöhr schlüpfen. Ich nehme es gleich vorne weg: Der Versuch scheiterte gewaltig, und das Kamel blies etwas stolpernd zum Rückzug. Danach stürmten die Kinder aus der Kirche in ihre eigenen Räume.

Eines fällt uns auf: wir besuchen eine Anglikanische Kirche. Da gehören längere Schriftlesungen (manchmal fast anderthalb Kapitel) dazu. Oder auch liturgische, gemeinsame Lesungen haben ihren Raum. Wir alle freuen uns über die Art und Weise, wie hier Jesus Christus geliebt und sein Reich gelebt wird. Während des Gottesdienstes lernen wir Menschen vor, neben und hinter uns kennen. Das Namensschildli hilft! In der Zeit des Austauschens ist das Mikrofon offen. Wer möchte, kann eine Ermutigung, ein Zeugnis oder Gebetserhörung weitergeben. Dies wird jeweils von ein paar Leuten gerne genutzt. – Das klingt vertraut, Erinnerungen an unsere CGV-Zeit kommen auf!

Aktuell ist das Thema ‚The Kingdom of Heaven‘ dran. Pastor Paul predigt eindrücklich über Matth. 19 und 20. Es geht um den reichen Jüngling und die Arbeiter im Weinberg. Die biblische Lehre, die Unterweisung der Gemeinde auf praktische, konkrete Weise ist Pastor Paul enorm wichtig. – Wo komme ich selber hier vor? Welche Einsichten bekomme ich hier? Wo bin ich vom Evangelium herausgefordert? – Erwachsene und Kinder beschäftigen sich mit dem gleichen Thema.

In dieser Kirche treffen sich um 10 Uhr etwa 150 Leute. Es soll unbedingt familiär bleiben. Das erleben wir als Neulinge auch so. Hier und da werden wir angesprochen und lernen auf diese Weise mehr und mehr Leute kennen. Es freut uns, dass auch Leute erneut auf uns zukommen, denen wir eine Woche zuvor erstmals begegnet sind. Bereits wurde es möglich, ein anderes Paar zum Lunch zu treffen, aus ihrem Leben mit Jesus zu erfahren und zu erleben, wie schnell wir uns verstanden. Kostbare Geschenke unseres himmlischen Vaters.

In der Kirche in Kirribilli finden jeden Sonntag 4 Gottesdienste statt: Morgens früh um 8 Uhr ist der Anglikanisch-liturgische Gottesdienst. Um 10 Uhr der Familiengottesdienst, den wir besuchen. Ein weiterer um 17 Uhr und um 19 Uhr der Gottesdienst für die jüngere Generation.

An zwei weiteren Standorten werden je drei Gottesdienste an einem Sonntag angeboten. Das heisst, es finden pro Sonntag 10 Gottesdienste für je etwa 150-200 BesucherInnen statt. Das ist ein enormes Engagement.

Wir haben selber erlebt, dass es Pastor Paul wichtig ist, Erstbesucher gleich selber kennen zu lernen und an ihrem Ergehen teil zu haben. Kürzlich besuchten Martha und ich den monatlich stattfindenden ‚Belonging‘ Abend. Uns wurde die Vision der Kirche erklärt, aber auch vorgelebt; denn wir waren eingeladen zum feinen Butterchicken bei der Familie des Pastors mit 18 Teilnehmenden.

Pastor Paul Dale nach der Church

Wir sind sehr dankbar, hier in Sydney eine Kirche gefunden zu haben und freuen uns über diese Gemeinschaft.

Sylvester in Sydney

Die grosse Party rund um und auf dem Hafen ist phänomenal!! Keine Chance, kurzfristig ein Ticket zu ergattern, um in dem riesigen Gedränge einen Platz zu ergattern. Also Plan B: Wir geniessen den Nachmittag zuhause am Pool, bereiten uns ein leckeres Abendessen zu und gehen dann ca. 10 Min zu Fuss an einen Platz, wo wir mit Ruby das kleinere 9-Uhr-Feuerwerk geniessen können.

Das grosse Feuerwerk schauen wir uns am 1 . Januar auf Youtube an.

Familienausflug nach Watsons Bay

Urs und Heidi haben zum Familien-Altjahrsausflug einen Tisch bei Doyles in Watsons Bay reserviert. Im Dezember musst du für einen Tisch draussen am Beach mindestens drei Monate zuvor reservieren. Es gibt sogar Leute, die ihren Tisch bereits im Januar für Dezember reservieren. Das ist in den meisten guten Speiserestaurants so. Sie sind ganzjährig gut besucht, und es ist immer recht schwierig, einen guten Tisch zu bekommen. Aber bei Doyles ist es eben auch besonders schön. Es liegt direkt am Strand. Und das feine Essen ist frisch zubereitet, das meiste aus dem Meer. So wird dies für uns ein unvergesslicher Abend!

Ausflug in den Tierpark

Südlich von Sydney gibt es eine coolen Tierpark, den wir uns gerne anschauen möchten. Also los gehts nach Süden, wo wir Krokodile, Koalas, Reptilien und natürlich die Känguruhs anschauen können. Sehr spezielle Momente sind für uns alle die Fütterungsmöglichkeiten bei den Wallabys.

Mein absoluter Favorit hier in Australien ist der Helmet Cassowary.

Genusstage im Garten

Seit Weihnachten geniessen wir die warmen Sommertage immer wieder am und um den Pool. Ruby kann jetzt schon eine Breite alleine ohne Flügeli schwimmen und sie wird immer mutiger. Es ist schon sehr schön, dass Urs jetzt keine Verpflichtungen im Beruf hat, und wir miteinander soviele gute Stunden mit ihm und Heidi und den Kindern geniessen können.

Palm Beach.

Wir unternehmen einen Ausflug nach Palm Beach. Das klingt ja ganz einfach, ist aber ein rechtes Unternehmen. Wir fahren an den äussersten Norden von Sydney. Wou ist das schön! Grüne saftige Wiesen, coole Häuser und wunderbare Beaches. Und das Meer, welches zum Baden und Plantschen einladädt. Die Hinfahrt dauert fast zwei Stunden. Es hat enorm viel Verkehr und immer wieder Hinweise, dass die Parkplätze beschränkt seien. Aber es hat sich gelohnt. Die Kiddies sind happy im Sand, und Ruby getraut sich sogar etwas ins wilde Meer hinein.

Grosseltern

Noch nie in unserem Leben hatten wir so viel Zeit und Freiraum, uns so entspannt mit den Kindern zu beschäftigen. Als Grosseltern, besonders seit unserer Pensionierung, hat sich uns ein neuer Raum aufgetan, den wir täglich mehr entdecken. Jedes unserer Grosskinder ist ein riesiges Geschenk, designed vom Schöpfer höchstpersönlich. Jedes anders in Persönlichkeit, Charakter und Stand seiner Entwicklung. Und jedes letztlich dazu bestimmt, diesen liebenden Gott selber zu erleben und aufzuwachsen im Bewusstsein, gewollt, geliebt und geborgen zu sein. So geniessen wir die Kleinen, spielen mit ihnen, trösten, wenns Tränen gibt. Wenn’s uns zu bunt wird, ziehen wir den Granny-Bonus ein und ziehen uns eine Weile zurück. Für jedes unserer sechs Enkel haben wir ein kleines Tagebuch angelegt. Die einen Grosskinder sehen wir täglich, andere zur Zeit gar nicht. Aber für alle gibt’s immer wieder Einträge ins Büechli. Wir halten Beobachtungen darin fest, kleine und grosse Fortschritte und Ereignisse. Oder einfach gute Gedanken, die uns über sie durch den Kopf gehen.