Auf in den Frühling…

Anfangs Oktober geht unsere Reise wieder los nach Sydney. Es hilft uns sehr,dass wir die Flughäfen Zürich, Dubai und Sydney bereits recht gut kennen. Zum Abschied umarmen wir Joël in Zürich und los gehts auf unsere Reise, welche wiederum ca. 24 Stunden dauern wird. Wir geniessen das Mittagessen in der Lounge in Zürich, dann gleich zum Flieger und die ersten sechseinhalb Stunden nach Dubai. Auch hier können wir uns in der Lounge wieder frisch und bereit machen für den 14 Stunden Flug nach Sydney. Auf diesem längeren Flug wollen wir es uns bequem machen und etwa sechs Stunden schlafen.

Lounge im Flughafen Zürich

In Sydney kommen wir gut an. Die Pässe in einen Scanner stecken und schon öffnet sich die Pforte in Sydney. Rasch haben wir unser Gepäck eingesammelt (Insgesamt erlauben sie uns 51 kg pro Person🥴). Und schon schliesst und Urs in die Arme und fährt uns komfortabel nach Vaucluse in ihr schönes Heim zu unserer Grannyflat.

Am nächsten Morgen können wir endlich Heidi und die Kinder sehen. Wie gross ist die Freude beim Wiedersehen. Päckli auspacken, Schoggi verteilen und unzählige Umarmungen.

Gleich geht los bei angenehmen Frühlingstemperaturen ans Meer. Heute gehts zum Bronte Beach.

Jedes Mal staunen wir neu über die Einzigartigkeit dieser wunderbaren Stadt Sydney, welche um dieses Hafenbecken herum gebaut wurde. Wir freuen uns sehr auf neue Entdeckungen und gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern und der ganzen Familie.

Bereits nach einer Woche geht Urs für 10 Tage an einen Kongress nach Madrid. Das heisst für uns anpacken mit den Kindern. Ab halb vier stehen wir nachmittags und abends zur Verfügung. Wenn es geht, gehen wir vor dem Abendessen mit den dreien zum Spielplatz. Nach dem Abendessen gibts vielleicht noch das Leiterlispiel oder ein UNO. Danach bringen wir die Kids zusammen mit Heidi zu Bett. Das sind sehr schöne Momente mit bestimmten Ritualen, welche wir sehr geniessen. Liedli singen, etwas erzählen, für Papa und die Cousins und Cousinen in Europa beten, ist immer wieder mega schön.

Marthas Geburtstag

Schon früh planen wir den Geburtstag von Martha. Leider sind die sommerlichen Temperaturen weg und es herrscht wieder Kälte, Regen und stürmischer Wind. Einstweilen vorbei mit Badewetter. Doch wir lassen uns die Laune nicht verderben. Am Morgen noch vor der Schule und der Kita kommen die Kids zu Grossmama zum Gratulieren. Was für eine grosse Freude!

Um vier Uhr ziehen wir los und fahren ins Zentrum. Danach an den Circular Quay und um 5 Uhr ins Steakhouse am Hafen. Nach einem feinen Abendessen gehts ein paar Schritte weiter in Sydneys Opera House zu einem Konzert für Cello von Haydn und der Symphonie Nr. 39 von W.A. Mozart.

Mozarts 39. Symphonie

Und auch heute ging das Feiern noch etwas weiter: Urs ist zurück von seiner Reise. Wir geniessen ein wunderbares Abendessen mit einer einzigartigen Torte von Heidi

Ein weiterer Einblick in unser Leben

Für Martha und mich geht die Zeit im Fluge vorbei. Wir geniessen jeden Tag die Zeit mit der Familie hier und den Grosskindern, doch wir müssen uns bereits wieder damit beschäftigen, dass wir Ende Monat zurück in die Schweiz fliegen. Natürlich freuen wir uns auf die Sommerzeit und hoffen auf viel warme Tage. Hier spüren wir schon die herbstliche Kälte der Nacht. In der Regel ist es nachts noch knapp 10°C. Aber tagsüber geniessen wir viele strahlende Tage mit ca. 20°C. Wir nutzen diese Tage für Spaziergänge oder Ausflüge. Meist mit den Kinder aber manchmal auch zu zweit.

Muttertag Brunch

Einen kurzen Ausflug machten Martha und ich an die Central Coast nach Terrigal und Woy Woy. Eine herrliche Gegend, die sicher in den Sommermonaten voll überrennt wird. Herrliche Beaches und viele Ferienhäuser an den Stränden von Lagunen. Wir lassen uns Zeit, schlafen etwas länger, geniessen den Zmorge und spazieren durch die Gegend. In Woy Woy gibts für Ernst eine Portion sehr frische Austern! Mmmmh fein.

Wir besuchten hier auch den Australischen Reptilien Park. Der Hauptgrund war, dass der Park sich an der Wiederaufzucht des Tasmanischen Teufels (doofes Wort für dieses Tier) beteiligt. Sie haben zwei Exemplare im Park, welche sehr zutraulich wirken und wirklich süss sind.

Tasmanischer Teufel

Bei uns geht zurzeit die Sonne um 17 Uhr unter und da sind wir meistens noch mit den Kindern unterwegs. Ein paar Bilder gehören für uns einfach dazu

Watsons Bay Blick zur City
Abendstimmung am Pazifik

Für uns alle ist der Mai eine rechte Herausforderung: Urs ist sehr gefordert in seinem Beruf und viel auf Reisen. Seine Stationen: Hobart (mit Heidi und Ruby), Canberra (Budgetwoche der Regierung), Melbourne, Singapur und kurz bevor wir heim kommen dann auch noch Fidschi (mit Heidi). Wir spüren in diesen Zeiten, dass wir gerade jetzt hier richtig sind. Die Zusammenarbeit, die Ergänzung funktionieren mit allen super und wir erfahren Gottes Nähe und Führung. Eine grosse Hilfe ist auch unsere Deutsche Aupair Louisa. Sie trägt enorm viel mit. – Wie dankbar sind wir für alle, die hinter uns im Gebet stehen. Danke, dass ihr an uns denkt.

Grosselternrolle erleben

„Wie funktioniert das eigentlich mit den drei Generationen im selben Haus?“ War die Anfrage von Alexa Zulauf vom Familychat vom ICF Zürich. Also setzten wir uns einmal an einem Abend hin und besprachen dies miteinander. Stichworte dazu: „Sich (nicht) einmischen“ – „Loslassen“ – „Abmachungen“ – „Konfliktpotential“ usw. Nach kurzem Gespräch waren wir ready und nahmen mit dem Handy einen kurzen Videoclip auf. Gerne kannst du ihn dir anschauen:

Den ganzen Familychat vom ICF Zürich siehst du hier.

Was wir so alles erleben…

Rettung des Lorykeets

Leider fliegt ein Rainbow Lorykeet (Papageienart) ins Glasgeländer unseres Pools und bleibt wie tot am Abend liegen. Am anderen Morgen stellen wir fest, dass er noch lebt. Jedoch kann er nicht mehr fliegen. Ein wenig haben wir den kleinen Patienten bereits ins Herz geschlossen. Wie könnten wir ihn retten? Die Wildlife Organisation berät uns am Telefon und wir bringen den Lory zum nächsten Tierarzt. – Leider haben wir nicht herausgefunden, ob er überlebt hat.

Ausflug in die Blue Mountains

Hurra, wir haben es geschafft, Mitglieder von GoGet Carshare hier in NSW zu werden. Direkt vor unserer Haustür steht ein Fahrzeug, das wir praktisch jederzeit buchen können. Als Senioren bezahlen wir keinen Monatsbeitrag, und der Stunden- oder Tagesbeitrag ist super. Somit legen wir los und planen den ersten Tagesausflug in die Blue Mountains zu den Three Sisters. Wir geniessen diesen Tag fern von der Grossstadt und die Schönheit der Blue Mountains . Wir beschliessen diesen Tag mit einem Sunset Apéro beim Watsons Bay

Weihnachten

Wir machen uns am Abend auf, das Vorweihnachtsprogramm im Botanischen Garten zu besuchen. Mit dem Auto gehts nach Rose Bay und dann mit der Fähre zum Operahaus. Von hier ist es nicht weit zum Botanischen Garten, wo wir uns rasch Sitzplätze ergattern und Essen und Shows geniessen. Die Kids tanzen zu „Tschingel Bells“ etc und wir freuen uns über den gelungenen Abend. Müde und satt fahren wir wieder zurück nach Rose Bay.

Am Heiligabend entschliessen wir uns, kurzfristig zum Abendgottesdienst in die Hillsong Church zu fahren und dort den Worship und die Weihnachtsbotschaft zu erleben. Es hat sich so gelohnt, diesen Abstecher mit etwa einer Stunde Fahrt, auf uns zu nehmen. Die Message war sehr fokkussiert auf unser momentanes Ergehen: „Jesus ist gekommen, um uns Menschen [mir] Frieden zu bringen.“ – Als er kam, herrschte kein Frieden in der Gesellschaft. So auch heute: Wir sind herausgefordert von vielen schreckhaften Ereignissen. Und wenn ich an die ukrainische Bevölkerung denke, stockt mir der Atem. Sie erleben so viel Not und Gewalt. Und dennoch gibt es unzählige Berichte von Menschen, welche gerade in diesen Umständen den Frieden von Jesus erleben.

Am Weihnachtstag haben sich ehemalige Düsseldorfer Freunde, Alina und David, bei uns angemeldet. Alinas Mann muss leider krankheitshalber zuhause bleibe. Wir freuen uns auf dieses Zusammensein, wo wir gemeinsam die Geburt von Jesus Christus feiern können. Heidi hat einen wunderbaren Drink gemixt, Martha fein gewürztes Gemüse zubereitet, Urs hat unser Fleisch gegrillt und Alina brachte ein sehr feines Pavlovadessert mit. Wou war das lecker! Und die Stimmung inspirierend, heiter und liebevoll. Was gibt es besseres, als Weihnachten mit Familie und Freunden zu verbringen, obwohl wir die restlichen Familienmitglieder heute besonders vermissen. Deshalb genossen wir den Videocall mit Joël, Sina und Levia und das WhatsApp von Silja umso mehr.

Angekommen in Vaucluse

Der Umzug vom 9./10. Dezember war eine grosse Herausforderung für alle. Aber wir sind echt begeistert, wie gut alles geklappt hat. Betten, Tisch, Stühle, Schreibtisch, Waschmaschine und Tumbler etc. alles steht bereit und kann benutzt werden. Ernst durfte an seinem Geburtstag den IKEA-Schlafzimmerschrank selber zusammenbauen und hat sich riesig gefreut, weil alles so super geklappt hat. Ruby hat jetzt Ferien und geniesst es sehr, am Morgen jeweils um 7 Uhr bei der Grannyflat anzuklopfen, um zu sehen, ob die Grosseltern schon Lust auf Spiele und Abenteuer haben.

Grossmama und Ruby sind voll engagiert beim Guetzlibacken. Mailänderli und Brunsli sind ready zum Verzehr. Mhhh fein. [Sicher hast du gemerkt, dass du die kleinen Bilder einer Gallerie durch Anklicken vergrössern kannst]

Elliott und Judah werden in dieser Woche in der Kita, welche bloss 50m entfernt ist eingewöhnt. Judah ist vor dem Eingang der Kita jeweils euphorisch und freut sich auf das Abenteuer mit den anderen Kindern.

Möchtest du noch einen Blick auf unser Haus und die Grannyflat [2 Zimmer mit kleiner Küche und Dusche] werfen?

Wenn wir mit den Kinder unterwegs sind, können wir das gut machen mit Bus, Tram, Kinderwagen oder Fähre.

Natürlich ist hier auch die Weihnachtsdeko eingeschaltet. Advent und Weihnachten in Australien ist für unser Empfinden eine Mischung aus Beachparty und Fasnacht. Für uns etwas gewöhnungsbedürftig.

Hiermit wünschen wir von Herzen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest mit folgendem Vers:

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. Jesaja 9,5

Der erste Monat liegt bereits hinter uns

Der Monat im Meriton Suites neigt sich dem Ende zu. Am nächsten Wochenende vom 9./10. Dezember ziehen wir alle um in das definitive Heim der Vögeli Familie in Sydney. Das wird mit allem Drumherum eine Herausforderung für uns als ganze Familie. Wir werden alles wieder in unsere Koffer packen und dann ins neue Zuhause transportieren. Dazu stapeln sich auf dem einen Balkon viele Dinge, die man einfach von Anfang an braucht, wenn man umzieht. Was werden wir mit den Kindern machen? Ein Tag im Zoo oder sonst irgendwo im Wildlife Park? – Das müssen wir noch gründlich besprechen.

Bei den Australiern läuft einiges verkehrt

Immer mehr fühlen wir uns hier in Sydney wohl, obschon die Australier so vieles verkehrt machen: Sie fahren auf der linken Strassenseite mit dem Auto. Wenn sie Sommer haben, haben wir in der Schweiz Winter. Sie feiern Advent und Weihnachten am Strand im Bikini und Badehosen anstatt im dicken Wintermantel. Aber das alles spielt ja keine Rolle. Wir haben die Einkaufsmöglichkeiten entdeckt, wo wir alles, was wir brauchen, einkaufen können. In der Regel verlaufen wir uns auch nicht mehr und geniessen alle Abstecher in die nähere Umgebung.

Adventsgeschichte

Martha hat eine lässige Krippengarnitur gefunden und hat sich vorgenommen jeweils am Adventssonntagabend ein Stück aus der Weihnachtsgeschichte zu erzählen, respektive zu spielen. Die Kinder sind aufmerksam dabei. Ruby ist mega interessiert und will jeden Abend die Figuren holen und mit ihnen die Geschichte nacherzählt haben. Am meisten fasziniert sie, dass der Engel kommt und die Frohe Botschaft vom Kind zu Maria und Joseph bringt. Wenn nämlich der Engel kommt, erstrahlt ein helles Licht und das will Ruby immer anstellen.  –  Wir freuen uns über dieses gemeinsame Advendserlebnis und danken unserem Gott, der uns so gut versorgt.