Paris: Mit Globi unterwegs. 21. bis 24. April 2022

Endlich geht unser Parisabenteuer los. Wir besteigen am Donnerstagmorgen den Zug von Schwerzenbach über Stettbach, Zürich und Basel nach PARIS. Heidi und Urs, Ruby, Elliott und Judah sind voll motiviert, diese Reise, die Ruby und ich vom Globibuch her vorbereitet haben, zu unternehmen. Los gehts also, wie bei Globi – bloss wir nehmen vom 20. Stock im JB-Tower nicht das Treppengeländer für eine Rutschpartie, sondern ganz dem 21. Jahrhundert angepasst, den Lift.

Eine Reise zu siebt im TGV in den engen Sitzen und zwei Waggons auseinander ist eine rechte Herausforderung für uns. Immer wieder versuchen wir uns gegenseitig zu besuchen und die Kids zu beschäftigen und zu geniessen.

In Paris angekommen, fahren wir vom Gare de Lyon direkt zu unserer B&B-Wohnung im 10. Arrondissement. Danach geht es schon los mit Entdeckungen – wir sind ja schliesslich in Paris. – Also los zur Sacré Coeur. Sind ja bloss 20 Minuten, meint Urs. – Aber da sind wir schon etwas länger zu Fuss und mit zwei Kinderwagen unterwegs. Aber jedes Mal ist die Sacré Coeur Kirche eine wunderbare, erhabene Sache. Und die Rösslirity natürlich auch. Immer wieder suchen wir Spielplätze und andere Möglichkeiten für die Kinder auf und geniessen es, wenn sie happy sind.

Natürlich müssen wir starken Männer die Kinderwagen zur Sacré Coeur hochschleppen und würgen. (Schade gibts davon kein Föteli).

Abends sind wir alle ordentlich müde und freuen uns über die Erholung in der Nacht – Ehm, natürlich nicht alle: Heidi und Urs stürzen sich gleich voll ins Nachtleben von Paris. – Ob sie wohl ins Moulin Rouge oder die Folies Bergère gegangen sind, welche in unserer Nähe sind? On ne sait rien!

Am Freitag geht’s ab ins Zentrum: Wir schlendern in den Gassen und lassen uns vom Pariser Stadtleben umschwärmen. Nach dem Mittag besteigen wir beim Pont Neuf (welches die älteste Brücke von Paris ist) die Vedette und machen von dort die Rundfahrt auf der Seine bis zum Champ de Mars (Eifelturm) und dann wieder die Seine hoch, um die Notre Dame und wieder zurück zum Pont Neuf.

Abends gehen Martha und ich ins Restaurant „La Quaincaillerie“ – Oh, es hat so viele Bistros mit soviel Embiance und Gemütlichkeit. Zu zweit ausgehen in Paris ist einfach wunderbar. Geniessen, bavarder, lachen und die gemeinsamen Stunden erleben. C’est magique!

Nach einer guten Nacht gibt es am Samstagmorgen wiederum Gipfeli, Baquette, Fromage, Confi und alles, was dazu gehört. Wir freuen uns mit den Kindern so stresslos zu geniessen. Und bald geht es wieder los: Heidi und Urs ziehen mit Ruby und Judah zu den Boutiquen in unserer Nachbarschaft. Martha und ich mit Elliott gehen in eine andere Richtung und landen dann über Mittag in einem Bistrot an einer Strassenecke und geniessen die aufgetischten Delikatessen.

Nun aber los: Wir fahren zum Eifelturm. Um 16 Uhr müssen wir dort sein und auf den Sommet fahren. Wenn es heisst „Los geht’s“, dann bedeutet das schon etlichen Aufwand und Kraftanstrengungen bei den Metrostationen. Treppauf – Treppab mit zwei Kinderwagen und drei Kleinkindern ist ganz schön anstrengend. Aber, wir haben es immer geschafft auf die Züge und an unserem Ziel anzukommen. Wie einzigartig ist der Eifelturm. Wer hätte das gedacht, dass ein Bauwerk, welches mehr als 120 Jahre alt ist, auch heute noch so viele Besucher hat und so gut in stand gehalten werden kann. – Natürlich, die Bauleute sind immer dran und putzen Rost weg und ersetzen die kaputten Nieten. – Aber das ist ja bei den Gothischen Kathedralen auch so.

Wettermässig haben wir es einfach toll in Paris erlebt. Fast immer Sonnenschein und angenehm warm. Einzig auf dem zweiten Stockwerk auf dem Eifelturm erlebten wir einen kurzen Regenschauer, der uns richtig nass gemacht hat. – C’est la vie!

Am Sonntag gehts nach dem Petit Déjeuner dann wieder auf den Gare de Lyon und mit dem TGV Lyria, voller guter Erinnerungen, wieder zurück nach Basel und nach Hause. – Au revoir Paris, je t’aime!

Ferientage im Burgund: 5. bis 10. Juli 2021

Die Reise: Montag, 5.Juli.

Das Fernweh leitet uns Richtung Westen. Schon wieder landen wir in einer Weingegend und sind gespannt auf Land und Leute in der Burgogne. Wir reisen via Basel, Belfort, Besançon, Beaune nach Gigny-sur-Saône. Hier haben wir auf einem der schönsten Zeltplätzen reserviert, die wir je besucht haben. Im Schlosspark des Castel-Camping Château de l’Epervière***** geniessen wir diese Tage. Das Campingareal ist tadellos gepflegt. Hecken und Rasen zurecht geschnitten. Unser Platzteil hat genügend Schatten, aber auch sonnige Bereiche und misst sagenhafte 100-120m2! Nachdem wir gut angekommen sind und unser Zelt steht ruhen wir uns aus und freuen uns auf das feine Nachtessen im Château. Es ist bis spät abends sonnig warm und wir geniessen diesen einmaligen Start hier an der Saône. 

Château de l’Epervière

In der Nacht wird gleich unser Zelt getestet. Ist es dicht? Darauf kommt es bei diesen Sommergewitter ja immer an. Die Antwort: JA. Alles funktioniert perfekt und wir bleiben trocken. Was für ein herrliches Gefühl.

La Côte d’Or: 6. Juli.

Unser Morgenritual lassen wir uns in diesen Tagen nicht rauben. Zuerst im Bett gibt es einen feinen Kaffee. Darum nehmen wir immer unsere Nespressomaschine mit. Danach beschäftigen wir uns mit einem Kapitel des Danielbuches im Alten Testament. Hier stehen die bekannten Geschichten, welche man gerne den kleinen Kindern erzählt: Das Traumbild des Königs Nebukadnezar, Daniel in der Löwengrube, die vier Freunde im Feuerofen und das Mene Tekel an der Wand des Königs Belsazar. – Doch, was haben sie uns erwachsenen Menschen des 21. Jahrhunderts zu sagen? Wir lassen es persönlich angehen, tauschen darüber aus und beten miteinander. Das ist „Benzin“ für unsere Ehe. Da tanken wir auf, kommen einander näher und teilen miteinander unsere Herzensanliegen.

Nach einem feinen Zmorge mit obligatem Baguette sind wir dann gegen Mittag ready für unseren ersten Ausflug in die Gegend der Côte d’Or. Zuerst ein Stadtbummel in Châlon-sur-Saône und dann weiter nordwestlich in die Weingegend des Burgunders:

Die Burgunder Rebflächen bilden einen 300 Kilometer langen Landstrich, der sich zwischen den beiden französischen Städten Lyon und Dijon ausdehnt. Die traumhafte Landschaft gehört zu den berühmtesten und ältesten Weinregionen der Welt. 24’000 Hektar – so gross ist die Rebfläche, die jährlich bis zu 180 Millionen Weinflaschen, darunter hervorragende Burgunderweine hervorbringt.

Pommard, Volnay, Meursault… jeder einzelne Ortsname ist hier verbunden mit uralter Rebkultur.  1er Cru, Grand Cru usw werden die Flaschen der einzelnen Rebbauern bezeichnet. Die Sonnenseite dieser Hügel sind mit unzählbar vielen Weinstöcken bepflanzt und alles sieht traumhaft aus. Hervorragende Fahrradwege führen von Dorf zu Dorf.

Tournus: 7. Juli.

Natürlich haben wir uns etwas schlau gemacht, was wir uns ansehen möchten. Tournus ist das nächste Städtchen mit einer Brücke über die Saône. Hier machen wir uns auf für das wohl bedeutendste Romanische Bauwerk Frankreichs: Die Abtei St. Philibert.

„Die Abteikirche Saint-Philibert in Tournus gehört zu den bedeutendsten frühromanischen Sakralbauten Frankreichs und ganz Mitteleuropas. Sie wurde im Jahr 1019 geweiht. Schutzpatron der Kirche ist der heilige Philibert…“ (Wikipedia)

Die Kirche wurde ursprünglich als Trutzburg gebaut. Deshalb sind auch Schiesscharten zu sehen und die Reliquie des St. Philibert wurden hierher gebracht. Unwillkürlich kommen uns die Worte des Liedes „Ein feste Burg ist unser Gott“ in den Sinn. 

Macon: 8. Juli.

Der Wein aus Macon wird wohl in der ganzen Welt geschätzt. Die Saône, welche hier schiffbar ist mag wohl mitgeholfen haben, dass grosse Mengen des Burgunderweines in Richtung Rhone und Mittelmeer verschifft wurden.

Mâcon

Wir flanieren in den Fussgängerzonen, freuen uns über die tiefen Preise, weil eben jetzt Sommerschlussverkauf in allen Geschäften ist, beobachten mit Schmunzeln eine Hochzeitsgesellschaft und werfen einen Blick auf und in die prächtige Kathedrale St. Vinzenz. 

Au Revoir Burgogne! 9. Juli.

Zelt abbauen, ein letzter Abschied im Pool, Au Revoir Castel-Camping Château de l’Epervière*****. Wir haben diese paar Tage sehr genossen und möchten gerne später einmal wieder zurückkommen. Jetzt aber fahren wir los Richtung Schweiz. Wir planen unsere Reise in die Gegend des Französischen Juras und dann durch das Val de Travers nach Neuchâtel. 

Die Reise bringt uns über Landstrassen vorbei an Louhans (wollen wir nächstes Mal besuchen) nach Pontarlier, wo wir im Hotel übernachten.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Hause, wo wir glücklich ankommen und uns von den Reisestrapazen erholen.

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