Die Betten sind gemacht das Frühstück genossen und all die vielen Dinge, die vor unserer Abreise getan werden müssen, sind erledigt. Über Winterthur, Schaffhausen Richtung Singen eilen wir nach Stuttgart. Unser heutiges Ziel ist Wiesbaden, die Hauptstadt vom Bundesland Hessen. Habe eben gelesen, dass sie das Nizza Deutschlands sei. Ok…


Uns gefällts und wir kommen sehr gut nach ca 5 Stunden Fahrt und Rast in unserem zentral gelegenen Hotel an.
Bald schwärmen wir los und stöbern in der Altstadt herum. Ob uns wohl die eine oder andere Ecke begegnet, die wir vom Krimi „der Staatsanwalt“ kennen? Nun gut, das einmalige Ratshaus haben wir gleich entdeckt.

Wiesbaden hat einiges zu bieten. Einkaufsstrassen mit vielen exquisiten Läden und Restaurants. Historisches bis zurück zu den Römern,
Und überall auch Zeugen der Nazizeit, welche uns immer wieder neu berühren. Vor etlichen Häusern ist im Trottoir eine Plakette eingelassen mit Namen von jüdischen Bürgern, welche in ein KZ transportiert und dort ermordet wurden.

Weiter sehen wir den Grundriss der einstigen Synagoge mit den Namen aller bekannten Juden, welche hier in Wiesbaden während der Naziherrschaft gelebt haben. Immer wieder sind wir berührt von der Bereitschaft Deutschlands, diese Tragödie zu reflektieren und die Schuld einzugestehen.



Heute essen wir unseren Znacht beim Vietnamesen und lassen uns dort verwöhnen.

Am zweiten Tag geht’s zum Hauptbahnhof und mit dem Zug in die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz. Ja, genau dies ist Mainz, die Nachbarstadt von Wiesbaden auf der anderen Seite des Rheins. Die beiden Städte sind fahrplanmässig bloss 12 Min Zugfahrt auseinander. Natürlich ist dies in der Praxis mit Verspätung dann allerdings etwas mehr.




Wir spazieren gemütlich dem Rhein entlang und dann gehts beim Ratshaus zum Alten Dom mit dem einmaligen Domplatz. Welch gewaltiges Bauwerk ist das! Eindrücklich, die Grösse, Weite und die Akkustik in diesem Gotteshaus. Wir sehnen uns nach der Gegenwart unseres Gottes, der noch viel eindrücklicher ist als dieses von Menschenhand geschaffene Bauwerk. In der Nähe des Doms steht das Denkmal des berühmtesten Sohnes der Stadt Mainz. Das ist klar Johannes Gensfleisch zum Gutenberg. (Seine Erfindung waren die beweglichen Lettern der Druckkunst)

Zurück in Wiesbaden ruhen wir uns kurz aus, bevor wir dann auf den Neroberg fahren, wo wir im Opelbad Restaurant dinieren. Eine herrliche Aussicht über Wiesbaden, Mainz und diese hübsche Gegend.
Eine kurze Reminiszenz zu diesem 12. August: Ja, es steht die Sonnenfinsternis an. In der Stadt steht an jedem Optikerladen mindestens ein Plakat, dass die SoFi-Brillen ausverkauft seien. Als wir ins Opelbad Restaurant gelangen, werden wir gefragt, ob wir eine SoFi-Brille wollen und dazu gibt’s gleich mehrere Sonnenfinsternis Menues. – Wir werden also bestens mit allem für diesen Abend versorgt. Das Essen wunderbar. Coole, freundliche Bedienung. Für alle, die auf der Terrasse an der Sonne sitzenen, offeriert der Wirt grosse Sombreros.



Auf dem Neroberg steht eine einzigartige Russisch Orthodoxe Kirche zur Ehre einer Fürstin, welche leider jung verstarb.

Am 13. August fahren wir nach einem weiteren Stadtbummel in Wiesbaden weiter nach Kaiserswerth zu Urs und Heidi und den Kids. Gerne unterstützen wir sie in ihren Vorbereitungen zu ihrem 10. Hochzeitstagsfest. Elliott erwartet uns auf dem Trottoir vor dem Haus und hat klare Vorstellungen, wie wir die Familie am besten unterstützen können: „Ihr müsst mit mir in den Doppeldeckerbus in Düsseldorf kommen. Davon träume ich schon länger!“ –

Also los am nächsten Tag. Wir suchen uns eine passende Haltestelle und fahren los zu den Sehenswürdigkeiten Düsseldorfs. Elliott geniesst die Fahrt auf der Front Row trotz der grossen Hitze. Dann suchen wir ein Restaurant mit Elliott gemässer Menuekarte und er freut sich sehr über Chicken Nuggets mit Pommes.


Am Samstag gehts dann los zum grossen Fest: sitzt die Frisur, passt das Kleid? Eine Floristin kommt extra aus der Schweiz für die Blumenarrangements, welche zahlreich und prachtvoll erstrahlen. Wir sind rechtzeitig bei der exzellenten Location im neunten Stock des Forty-Four und bekommen mit, wie das Catering Team jeden Handgriff für das einmalige Buffet durchbesprechen und einüben.




Bald kommen dir ersten Gäste: Freunde von Urs und Heidi aus nah und fern. Etliche liessen es sich nicht nehmen, extra aus der Schweiz anzureisen. Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von J&J Deutschland sind hier oder die Nachbarn aus Kaiserswerth und dann eben auch wir Eltern von Heidi und Urs. Welch eindrückliches Fest mit einer super Ansprache von Heinz Janzen.

Götti Simi kümmert sich voller Liebe un seinen Göttibueb Elliott.

Wir freuen uns über das glückliche Jubilarenpaar und geniessen zahlreiche kostbare Begegnungen. Um halb elf haben wir Kidsministry: d.h. wir fahren Ruby, Elliott und Judah nach Hause und bringen sie mit einigen Tricks und Kniffen ins Bett zur Ruhe.
Für den Sonntag haben sich die Freunde, welche aus der Schweiz anreisten, zu einem Kurzbesuch angemeldet. Wir freuen uns, sie bei einem entspannten Essen nochmal zu sehen. Dann heisst es für sie schon bald zum Airport zu fahren. Urs und ich übernehmen den kurzen Taxidienst und dann kehrt Ruhe ein und wir räumen die vielen Dinge nach der Party wieder weg.
Am Montag, 17. August heisst es für uns Abreise und wir machen uns auf den Weg Richtung Süden. Dieses Mal fahren wir links vom Rhein über die Mosel südwärts bis ins Elsass. Wir haben ein Zimmer in Wissembourg (Elsass) gebucht. Wir sind immer gespannt, ob das, was der Prospekt verheisst, sich auch erfüllen wird. Die Villa Magnolia ist eine alte Herrschaftsvilla, welche vor zwei Jahren total renoviert wurde. Wir sind schlichtweg überwältigt, nicht allein vom Gebäude, sondern auch vom Empfang, Frühstück und dem sympatischen Personal.

Die Empfangsdame empfiehlt uns bei der Anreise drei Restaurants, die heute Abend geöffnet sind. Rasch gehen wir zum „Chez Max“ um einen Tisch zu reservieren. Dann sehen wir uns in Ruhe dieses einzigartige Städtchen an. Sicher eine der schönsten erhaltenen Städte des Elsass, wenn man bedenkt,durch welche Kriegstragödien die Elsässer gingen.






Das Essen im Chez Max ist hervorragend. Die Ambiance im Hinterhof trägt enorm dazu bei, dass wir einen romantischen letzten Abend verbringen können.

Am Dienstag geht es nach einem ausgiebigen Frühstück weiter in Richtung Basel und dann nach Hause. Wir sind dankbar, dass wir auf der langen Fahrt bewahrt blieben und Gottes Führung konkret in allem erfahren haben.
